VW-Raketen-Deal mit Israel: Auftrag für Iron-Dome-Teile droht zu platzen
VW-Raketen-Deal: Iron-Dome-Auftrag droht zu platzen

VW-Raketen-Deal: Israelischer Auftrag für Iron-Dome-Teile wackelt

Der angeschlagene Autobauer Volkswagen steht vor einem weiteren Rückschlag: Ein milliardenschwerer Rüstungsauftrag des israelischen Staatsunternehmens Rafael zur Fertigung von Komponenten für das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ droht zu platzen. Grund ist das Veto eines VW-Großaktionärs, der den Deal blockiert. Dies berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Rafael hatte geplant, wichtige Teile des Abwehrsystems in einem VW-Werk fertigen zu lassen. Der Auftrag hätte Hunderte Arbeitsplätze gesichert, die angesichts der VW-Krise und drohender Werksschließungen besonders wertvoll sind. Doch der Widerstand eines einflussreichen Aktionärs stellt das Vorhaben nun infrage.

Indien als Alternative: Israel sucht neuen Partner

Als Reaktion auf die Blockade sucht Israel nun offenbar nach Alternativen. Indien rückt dabei in den Fokus: Das Land gilt als potenzieller neuer Partner für die Fertigung der Iron-Dome-Komponenten. Ein Sprecher Rafaels bestätigte, man prüfe „alle Optionen, um die Produktion sicherzustellen“. Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die deutsch-israelischen Wirtschaftsbeziehungen haben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hunderte Jobs bei VW in Gefahr

Für VW kommt der drohende Verlust des Auftrags zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der Konzern kämpft mit sinkenden Verkaufszahlen, hohen Kosten und der geplanten Schließung eines Werks. „Der Verlust dieses Auftrags wäre ein schwerer Schlag für die Belegschaft und die Region“, sagte ein Betriebsrat, der namentlich nicht genannt werden wollte. Nach Angaben der Bild-Zeitung sind rund 400 Arbeitsplätze direkt betroffen.

Das israelische Abwehrsystem Iron Dome hat sich in zahlreichen Konflikten bewährt und gilt als eine der effektivsten Raketenabwehrlösungen weltweit. Die Nachfrage nach Komponenten ist hoch, was den Auftrag für VW besonders lukrativ machte. Ob der Deal doch noch zustande kommt, ist ungewiss. Verhandlungen zwischen VW, Rafael und dem Großaktionär laufen nach Informationen der Bild-Zeitung noch.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration