Bank of Scotland: Tagesgeld mit 3,0% Zinsen für bis zu ein Jahr – abhängig vom EZB-Leitzins
3,0% Tagesgeld-Zinsen für ein Jahr bei der Bank of Scotland

Die Bank of Scotland lockt Neukunden derzeit mit einem Tagesgeldzinssatz von 3,0 Prozent pro Jahr – und das für bis zu zwölf Monate. Allerdings ist die hohe Verzinsung an eine entscheidende Bedingung geknüpft: Sie gilt nur so lange, wie die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Einlagenzins auf mindestens 1,25 Prozent belässt. Sinkt der Leitzins unter diese Schwelle, fällt die Verzinsung automatisch auf den Basiszinssatz von 1,25 Prozent.

Das Angebot der Bank of Scotland im Detail

Der Aktionszinssatz von 3,0 Prozent p.a. wird auf Einlagen bis zu 50.000 Euro gewährt. Für Beträge darüber hinaus gibt es nur die Grundverzinsung von 1,25 Prozent. Die Zinsgutschrift erfolgt jährlich zum 31. Dezember. Das Konto unterliegt der deutschen Einlagensicherung, da die Bank of Scotland als Niederlassung der Lloyds Bank in Berlin geführt wird. Somit sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde geschützt. Die wenigsten Anleger dürften diese Grenze jedoch erreichen, da der Aktionszinssatz ohnehin auf maximal 50.000 Euro begrenzt ist.

Die Abhängigkeit vom EZB-Leitzins

Die Formulierung „bis zu“ ist hier wörtlich zu nehmen. Die Zinsgarantie von einem Jahr gilt lediglich unter der Voraussetzung, dass der EZB-Einlagenzins nicht unter 1,25 Prozent fällt. Aktuell liegt dieser bei 2,25 Prozent. Der nächste Zinsentscheid der EZB ist für September 2026 anberaumt. Experten gehen derzeit eher von einer Zinserhöhung als von einer Senkung aus, nicht zuletzt aufgrund der dynamischen wirtschaftlichen Lage, die durch den Irankrieg zusätzlich beeinflusst wird. Endgültig sicher ist dies jedoch nicht, da die Inflation und das Wirtschaftswachstum schwer vorhersehbar sind.

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Vergleich mit anderen Tagesgeldangeboten

Im Vergleich zu anderen Banken liegt die Bank of Scotland mit 3,0 Prozent nicht an der Spitze. Die höchsten Zinssätze im Markt bieten mit rund 4,0 Prozent p.a. Institute wie die Norisbank, Chase und die Advanzia Bank. Allerdings sind diese Zinsen meist nur für maximal fünf Monate garantiert. Wer also eine langfristige Zinsbindung bevorzugt, für den könnte das Angebot aus Schottland dennoch attraktiv sein. Eine ausführliche Übersicht über die Konditionen dieser drei Angebote sowie einen Vergleich langer Zinsgarantien finden Sie auf unserer Webseite.

Einlagensicherung und praktische Hinweise

Trotz des Namens „Bank of Scotland“ handelt es sich bei dem Tagesgeldkonto um ein deutsches Produkt mit deutscher Einlagensicherung. Die gesetzliche Einlagensicherung deckt Beträge bis zu 100.000 Euro ab – völlig unabhängig von der britischen Einlagensicherung. Anleger sollten jedoch beachten, dass der Aktionszinssatz nur für Neukunden gilt und nicht mit anderen Aktionen kombinierbar ist. Der Basiszinssatz von 1,25 Prozent gilt unbefristet, falls der Leitzins unterschritten wird.

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