Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2026 deutlich besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Das Vorsteuerergebnis lag bei 2,68 Milliarden Euro und damit nur minimal unter dem Niveau des Rekordquartals 2007. Unter dem Strich verbuchte das Geldhaus einen Nettogewinn von 1,64 Milliarden Euro – ein Anstieg um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vorstandschef Christian Sewing kündigte an, im zweiten Halbjahr weitere 500 Millionen Euro in den Rückkauf eigener Aktien zu investieren.
Investmentbank treibt Gewinn auf Rekordniveau
Besonders stark entwickelte sich das Investmentbanking, dessen Vorsteuergewinn um fast 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro stieg. Die Sparte profitiert von der Finanzierung und Beratung großer Unternehmen sowie der Begleitung von Börsengängen und Wertpapieremissionen. „Zusammen mit unseren bisherigen Rekordergebnissen in diesem Jahr stärken diese Entwicklungen unsere Zuversicht, dass wir unsere Ziele für 2028 übertreffen können“, erklärte Sewing. Der Manager, der die Bank nach einer Reihe von Krisen im April 2018 übernommen hatte, strebt eine Eigenkapitalrendite von mehr als 13 Prozent an. Im zweiten Quartal lag diese Kennziffer bei 11 Prozent.
Künstliche Intelligenz als Treiber für Effizienz
Sewing betonte die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Zukunft der Bank: „KI eröffnet neue Möglichkeiten, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen und zusätzliche Einsparungen zu erzielen.“ Die Deutsche Bank investiert verstärkt in digitale Technologien, um ihre Prozesse zu optimieren und Wettbewerbsvorteile zu sichern. Analysten sehen darin einen wichtigen Faktor für die nachhaltige Ertragssteigerung.
Ausblick: Aktienrückkäufe und Renditeziele
Mit der Ankündigung weiterer Aktienrückkäufe unterstreicht der Vorstand sein Vertrauen in die künftige Entwicklung. Die Eigenkapitalrendite von 11 Prozent liegt noch unter dem angepeilten Ziel von über 13 Prozent, doch die starke Performance der Investmentbank und die Kosteneinsparungen durch Digitalisierung sollen die Lücke schließen. Die Deutsche Bank sieht sich auf einem guten Weg, die ambitionierten Vorgaben für das Jahr 2028 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.



