Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal ihren Gewinn vor Steuern auf 2,68 Milliarden Euro gesteigert – ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit übertraf Deutschlands größtes Bankhaus die Erwartungen der Analysten deutlich. Diese hatten lediglich mit einem Gewinn von 2,27 Milliarden Euro gerechnet. Die Erträge legten um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro zu, während Analysten nur 8,09 Milliarden Euro prognostiziert hatten.
Vor allem die Investmentbank trug maßgeblich zu den starken Zahlen bei. Der Bereich verzeichnete einen Gewinnsprung von 59 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, die Erträge stiegen um 19 Prozent. Auch andere Großbanken wie die US-Institute und die französische BNP Paribas profitierten von Zuwächsen im Investmentbanking und Handelsgeschäft.
Starke Wachstumsdynamik und Kostendisziplin
„Unsere Rekordergebnisse im zweiten Quartal wurden von einer starken Wachstumsdynamik und konsequenter Kostendisziplin getragen“, bilanzierte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Die Bank zeigte sich zuversichtlich, ihre Ziele für 2028 sogar übertreffen zu können. Angesichts der steigenden Gewinne plant das Institut, eigene Aktien im Wert von 500 Millionen Euro zurückzukaufen.
Die positive Entwicklung unterstreicht die erfolgreiche Neuausrichtung der Deutschen Bank unter Sewings Führung. Trotz eines schwierigen Marktumfelds gelang es dem Konzern, sowohl die Erträge zu steigern als auch die Kosten im Griff zu behalten. Die Investmentbank profitierte dabei von höheren Handelsvolumina und einer starken Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen.
Überraschung am Markt
Die Ergebnisse kamen für viele Analysten überraschend, da sie mit einem Rückgang gerechnet hatten. Stattdessen legte der Gewinn vor Steuern deutlich zu. Die Deutsche Bank konnte damit an die Erfolge der US-Großbanken anknüpfen, die ebenfalls starke Quartalszahlen vorgelegt hatten. Der Aktienmarkt reagierte positiv auf die Nachrichten.



