28 Jahre Hirnnebel: BILD-Reporterin verrät, was gegen Brain Fog hilft
28 Jahre Brain Fog: Diese Tipps helfen wirklich

Brain Fog – ein Begriff, der seit der Corona-Pandemie vielen geläufig ist. Doch für BILD-Reporterin Julia Finger ist der Zustand des geistigen Nebels kein neues Phänomen. Seit 28 Jahren lebt sie mit Hirnnebel, wie sie in einem aktuellen Bericht schildert. Die Symptome: Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit und das Gefühl, das Gehirn arbeite nur auf Stand-by.

Was ist Brain Fog?

Brain Fog bezeichnet eine kognitive Beeinträchtigung, die sich durch Verlangsamung des Denkens, Gedächtnislücken und eine verminderte Aufmerksamkeitsspanne äußert. Viele Long-Covid-Patienten klagen darüber, aber auch andere Erkrankungen wie chronische Müdigkeit, Depressionen oder Autoimmunerkrankungen können ihn auslösen. Laut einer Umfrage des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2023 berichten rund 20 Prozent der Long-Covid-Betroffenen von anhaltenden kognitiven Einschränkungen – ein Zustand, der für Fingers bereits seit ihrer Jugend Alltag ist.

Der lange Weg zur Diagnose

Finger beschreibt, wie sie jahrelang unerkannt mit ihren Symptomen kämpfte. Ärzte führten ihre Probleme oft auf Stress oder psychische Belastungen zurück. „Ich dachte lange, ich sei einfach zu langsam oder nicht intelligent genug“, erklärte die Reporterin. Erst durch die öffentliche Diskussion um Long Covid erkannte sie, dass ihr Zustand einen Namen hat: Brain Fog. Heute weiß sie, dass sie nicht allein ist – Millionen Menschen weltweit leiden unter vergleichbaren Symptomen.

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Was hilft gegen Hirnnebel?

In ihrem Artikel teilt Finger ihre persönlichen Strategien im Umgang mit Brain Fog. Dazu gehören feste Routinen, ausreichend Schlaf und eine angepasste Arbeitsweise. „Ich schreibe mir alles auf und nutze To-do-Listen, um den Überblick zu behalten“, so die Reporterin. Auch Bewegung und eine ausgewogene Ernährung unterstützen ihre Konzentration. Wissenschaftliche Studien bestätigen: Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert die Durchblutung des Gehirns und kann kognitive Symptome lindern.

Alltag mit Hirnnebel: Tipps für Betroffene

Neben den persönlichen Tricks nennt Finger allgemeine Empfehlungen für den Alltag: Multitasking vermeiden, Aufgaben in kleine Schritte unterteilen und regelmäßige Pausen einlegen. Digitale Helfer wie Kalender-Apps oder Notizprogramme können ebenfalls entlasten. Wichtig sei auch, sich selbst nicht zu überfordern: „Man muss lernen, sich eigene Grenzen zu setzen und sich nicht zu schämen, um Hilfe zu bitten.“

Auswirkungen auf Beruf und Privatleben

Brain Fog beeinflusst nicht nur die Arbeitsfähigkeit, sondern auch soziale Kontakte. Finger berichtet, dass sie manchmal mitten im Gespräch den Faden verliert oder sich an Vereinbarungen nicht erinnert. Dies kann zu Missverständnissen und Frustration führen. Dennoch hat sie Strategien entwickelt, offen mit ihrem Umfeld darüber zu sprechen. „Die meisten Menschen zeigen Verständnis, wenn ich erkläre, was in meinem Kopf vorgeht“, sagt sie.

Abschließend betont die Reporterin, dass Brain Fog kein Zeichen von Schwäche sei, sondern eine reale medizinische Herausforderung. Mit den richtigen Werkzeugen könne man jedoch lernen, trotz des Nebels ein erfülltes Leben zu führen.

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