Geldmarkt-ETFs als Alternative zum Tagesgeld: So klappt es
Geldmarkt-ETFs als Alternative zum Tagesgeld

EZB-Zinswende: Nicht alle Kunden profitieren

Zum ersten Mal seit drei Jahren hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni die Leitzinsen erhöht. Der für Sparer relevante Einlagenzinssatz stieg auf 2,25 Prozent. Doch nicht alle Kunden bekommen von der Zinswende auch etwas ab: Höhere Zinsen gibt es bei den meisten Anbietern nur für Neukunden. Treue Bankkunden müssen sich dagegen oft mit deutlich niedrigeren Zinsen abgeben. Besonders geizig waren laut einer Untersuchung des Vergleichsportals Biallo die Sparkassen und Volksbanken. Sie speisten ihre Kunden zwischen März und Juni mit gerade einmal 0,4 Prozent auf dem Tagesgeldkonto ab.

Geldmarkt-ETFs als Alternative

Wer keine Lust hat, ständig dem besten Tagesgeldangebot hinterherzujagen, für den können Geldmarkt-ETFs eine Alternative sein. Diese Fonds investieren in kurzfristige, sichere Anlagen wie Staatsanleihen oder Unternehmenspapiere mit sehr kurzen Laufzeiten. Die Rendite orientiert sich am EZB-Einlagenzins, sodass Anleger von Zinserhöhungen profitieren. Allerdings gibt es einige Kniffe zu beachten, damit sich die Anlage lohnt.

Kosten und Steuern beachten

Geldmarkt-ETFs haben laufende Kosten, die die Rendite schmälern. Zudem fallen beim Kauf und Verkauf über die Börse Transaktionskosten an. Auch die Besteuerung ist anders als beim Tagesgeld: Die Erträge unterliegen der Abgeltungsteuer, und es kann zu Kursgewinnen oder -verlusten kommen. Anleger sollten daher genau kalkulieren, ob sich die ETF-Strategie lohnt. Bei kleinen Anlagesummen und kurzer Haltedauer kann das Tagesgeld trotz niedrigerer Zinsen die bessere Wahl sein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram