JP Morgan verdient Milliarden mit Börsengängen und Investmentbanking
JP Morgan verdient Milliarden mit Börsengängen

JP Morgan verdient Milliarden mit Börsengängen und Investmentbanking

Die US-Großbank JPMorgan Chase hat im zweiten Quartal dank florierender Geschäfte im Investmentbanking und einer Erholung bei Börsengängen deutlich mehr verdient. Der Gewinn des größten US-Geldhauses stieg in den drei Monaten bis Ende Juni auf 21,2 Milliarden Dollar nach 14,99 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Je Aktie entsprach dies einem Ergebnis von 7,70 Dollar nach 5,24 Dollar vor einem Jahr.

Die Erträge im Investmentbanking kletterten um 30 Prozent und übertrafen damit die eigenen Erwartungen des Geldhauses. JPMorgan profitierte von einer spürbaren Belebung des weltweiten Fusions- und Übernahmegeschäfts sowie von großen Börsengängen. Unter anderem begleitete die Bank das Debüt des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk, das mit einer Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar die größte Erstnotiz der Geschichte war.

Kostenanstieg macht Ericsson zu schaffen

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat im zweiten Quartal infolge der Kostensteigerungen Einbußen verzeichnet, dabei aber mehr verdient als erwartet. Der bereinigte Betriebsgewinn sank um sieben Prozent auf 6,52 Milliarden schwedische Kronen (rund 590 Millionen Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 6,42 Milliarden Kronen gerechnet. Der Umsatz fiel um sechs Prozent auf 52,7 Milliarden Kronen und verfehlte damit die Markterwartung von 53,6 Milliarden.

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„Wir haben im zweiten Quartal Maßnahmen ergriffen, um die Kosteninflation bei den Komponenten abzumildern“, erklärte der scheidende Konzernchef Börje Ekholm. Da sich die Auswirkungen in den kommenden Quartalen verstärken dürften, „werden wir weiterhin interne Maßnahmen sowie Preisanpassungen vorantreiben, um diesen Effekt abzufedern.“

Vossloh erwartet weniger Umsatz- und Gewinnwachstum

Der Bahntechnikkonzern Vossloh wird vorsichtiger bei seinen Umsatz- und Gewinnprognosen. Den aktuellen Nachfrage- und Kostenentwicklungen könne man sich nicht vollständig entziehen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das zeige sich in geringeren Abrufen aus Rahmenverträgen in einzelnen Ländern. Außerdem dürften sich einzelne Lieferungen in das kommende Jahr verschieben. Zudem könnten höhere Beschaffungs- und Logistikkosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden.

Deshalb erwarte das Unternehmen für das laufende Jahr nur noch einen Umsatz zwischen 1,51 und 1,61 (Vorjahr: 1,343) Milliarden Euro – bisher waren 1,56 bis 1,66 Milliarden Euro prognostiziert. Auch das EBITDA soll weniger stark wachsen als bisher erwartet: auf 195 bis 210 (Vorjahr: 179,4) Millionen Euro statt der bislang veranschlagten 215 bis 230 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2026 sei der Umsatz auf 710,1 (582,6) Millionen Euro und das EBITDA auf 80,9 (74,2) Millionen Euro gestiegen, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern auf 32,4 (44,9) Millionen Euro gesunken sei.

Evotec senkt Prognose und erwartet operativen Verlust

Das Hamburger Biotechunternehmen Evotec hat nach einem mauen ersten Halbjahr seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 gesenkt. Der Konzern erwartet für das laufende Jahr nun einen Umsatz von 570 bis 610 Millionen Euro statt der zuvor prognostizierten 700 bis 780 Millionen Euro, wie Evotec am Montagabend auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll bei minus 70 bis minus 105 Millionen Euro liegen. Bislang hatte das Unternehmen mit einem ausgeglichenen Ergebnis bis zu einem Gewinn von 40 Millionen Euro gerechnet. Im ersten Halbjahr belief sich der Umsatz vorläufigen Angaben zufolge auf rund 300,1 Millionen Euro, während das bereinigte EBITDA bei minus 42,7 Millionen Euro lag. Evotec leidet unter einer nachlassenden Nachfrage und hohen Kosten. Um dem entgegenzuwirken, hatte das auf Wirkstoffforschung spezialisierte Unternehmen im März ein tiefgreifendes Sparprogramm angekündigt. Dazu gehören unter anderem der Abbau von bis zu 800 Stellen und die Schließung von vier Standorten. Die Restrukturierungskosten bezifferte der Konzern unter der Führung von Vorstandschef Christian Wojczewski auf rund 100 Millionen Euro für die Jahre 2026 bis 2028.

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Hapag-Lloyd hebt Ergebnisprognose an

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd hat dank einer starken Nachfrage und gestiegener Frachtraten ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Vorstand erwarte für 2026 nun ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 2,7 bis 3,7 Milliarden Dollar (rund 2,3 bis 3,3 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Konzern war von 1,1 bis 3,1 Milliarden ausgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll nun zwischen 0,1 und 1,1 Milliarden Dollar liegen, nach einer vorherigen Spanne von minus 1,5 Milliarden bis plus 500 Millionen Dollar. Wegen volatiler Frachtraten und großer geopolitischer Herausforderungen sei die Prognose jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet. Der deutsche Branchenprimus hatte zuletzt mit den Folgen von Seeblockaden im Nahen Osten zu kämpfen. Wegen des Ende Februar ausgebrochenen Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie der Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen meiden Reedereien den Suezkanal und die Straße von Hormus. Die Umwege trieben zudem die Kosten für Hapag-Lloyd um wöchentlich 50 bis 60 Millionen Dollar in die Höhe. Im ersten Quartal war der Konzern deshalb beim EBIT mit minus 134 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte im Mai erklärt, dass eine rasche Entspannung der Lage nicht absehbar sei.

Weitere Unternehmenszahlen

Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um 36 Prozent auf 1,27 Billionen Taiwan-Dollar. Volkswagen verzeichnete einen Absatzrückgang von sechs Prozent im ersten Halbjahr, vor allem wegen eines schwachen China-Geschäfts. BMWs Auslieferungen sanken um vier Prozent. Covestro hob seine EBITDA-Prognose an, während Südzucker trotz Umsatzrückgangs den Gewinn steigerte. Levi Strauss hob die Jahresziele an, und Foxconn profitierte vom KI-Boom mit einem Umsatzsprung von fast 40 Prozent.