Ifo-Institut hebt Wachstumsprognose für 2026 leicht auf 0,8 Prozent an
Ifo: Wachstumserwartungen leicht auf 0,8 Prozent angehoben

Ifo-Institut revidiert Wachstumsprognose nach oben

Die deutsche Wirtschaft könnte sich dank des erhofften Endes des Irankrieges und hoher Staatsausgaben in diesem Jahr etwas besser entwickeln als zuletzt befürchtet. Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für dieses Jahr auf 0,8 Prozent leicht angehoben. Auch im kommenden Jahr könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt demnach um 0,8 Prozent zulegen.

Hintergrund der Prognoseanhebung

Im Frühjahr hatten die Münchner Ökonomen ihre Wachstumserwartungen nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran in einem „Eskalationsszenario“ auf 0,6 Prozent gesenkt. Nun sind es wieder 0,2 Prozentpunkte mehr. Die Aufwärtskorrektur ist auf das erhoffte Kriegsende und die anhaltend hohen Staatsausgaben zurückzuführen.

Inflationsentwicklung und Energiepreisschock

Die Nachwirkungen des kriegsbedingten Energiepreisschocks werden dem Ifo zufolge noch lange zu spüren sein. Für dieses Jahr erwartet das Institut eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, im nächsten Jahr noch 2,7 Prozent. Stahlarbeiter stehen vor einem Hochofen: Die Nachwirkungen des kriegsbedingten Energiepreisschocks werden dem Ifo zufolge noch lange zu spüren sein.

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Vergleich mit der Weltwirtschaft

Sowohl Deutschland als auch der Euroraum liegen nach wie vor weit hinter dem erwarteten Wachstum der Weltwirtschaft von mehr als zwei Prozent zurück. Die deutsche Wirtschaft ist in der längsten Stagnationsphase seit 1949 gefangen.

Langfristaussichten trübe

Die Langfristaussichten bleiben wiederum düster. Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser und seine Kollegen gehen davon aus, dass das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft bis Ende des Jahrzehnts auf 0,1 Prozent sinken wird. Dies unterstreicht die strukturellen Herausforderungen, vor denen die deutsche Wirtschaft steht.

Mehr: Ifo schlägt Kürzungen bei Elterngeld und Mütterrente vor.

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