Die jüngste Angriffswelle der US-Streitkräfte auf den Iran hat die Ölpreise am Montag deutlich anziehen lassen. Der Preis für ein Barrel der Referenzsorte Brent stieg im frühen Handel um 4,46 Prozent auf 79,40 Dollar. Dies ist die vierte Angriffswelle, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zum Mittwoch wieder aufflammten.
US-Militär erklärt Angriffe für beendet
Am frühen Montagmorgen erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom die Angriffe für beendet. Die US-Streitkräfte hätten Flugabwehrsysteme, Radaranlagen und Raketenstellungen zerstört, um Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren. Die Islamische Republik hatte am Sonntag erklärt, die strategisch wichtige Meerenge werde „bis auf Weiteres“ geschlossen.
Dax und asiatische Börsen im Minus
Unterdessen rutschte der Dax bereits vor Handelsbeginn um 0,8 Prozent ins Minus. Damit folgt der deutsche Leitindex dem überwiegend schwachen Wochenstart der asiatischen Börsen. Dort büßten der südkoreanische Kospi fast acht und der japanische Nikkei mehr als zwei Prozent ein.
Analyst: Eskalation bleibt unterhalb eines offenen Kriegszustands
Die jüngsten Entwicklungen seien zwar eskalierend, blieben aber „deutlich unterhalb eines offenen Kriegszustands“, sagte Saul Kavonic, Senior-Energieanalyst bei MST Marquee, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Solange die Angriffe andauern und die Passage durch die Straße von Hormus dadurch beeinträchtigt wird, dürften die Ölpreise weiter leicht ansteigen.



