SpaceX fällt unter Ausgabepreis: US-Erzeugerpreise sinken, Wall Street erholt sich
SpaceX unter Ausgabepreis: US-Erzeugerpreise sinken

Die US-Erzeugerpreise sind im Juni überraschend um 0,3 Prozent gefallen, während Analysten mit einer Stagnation gerechnet hatten. Diese Entwicklung nährt die Hoffnung der Anleger auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed. Der Dow-Jones-Index notierte am Mittwoch knapp im Plus bei 52.554 Punkten, der S&P 500 bei 7.544 Punkten und der Nasdaq bei 26.132 Zählern.

Erzeugerpreise und Zinspause

Der Rückgang der Erzeugerpreise wurde von den Märkten positiv aufgenommen. Zudem sorgten starke Bilanzen aus dem Finanzsektor für gute Stimmung. Die Aktien des Vermögensverwalters BlackRock legten nach Quartalszahlen um gut sieben Prozent zu. Bereits am Dienstag hatten Goldman Sachs, JPMorgan und Bank of America mit starken Ergebnissen überzeugt. „Gesunde Banken sind in der Regel ein positives Signal für die Gesamtwirtschaft“, kommentierte Charlie Anderson von UBS Wealth Management.

Ölpreise steigen trotz Spannungen

Die Ölpreise verteuerten sich um rund ein halbes Prozent auf 84,86 und 79,48 Dollar je Fass. Sie verharrten damit auf dem höchsten Stand seit etwa einem Monat. Grund sind die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Die USA haben eine neue Welle von Luftangriffen auf iranische Verteidigungssysteme geflogen. „Der steigende Ölpreis ist ein schlechtes Omen für die Preisstabilität“, warnte Jochen Stanzl von der Consorsbank. Er schloss nicht aus, dass die Fed später im Jahr noch die Zinsen erhöhen könnte.

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Paypal-Kurssprung und SpaceX-Rückgang

Bei den Einzelwerten sorgte Paypal mit einem Kurssprung von rund 16 Prozent für Aufsehen. Der Zahlungsdienstleister ist Insidern zufolge ins Visier des Konkurrenten Stripe und des Finanzinvestors Advent International geraten. Die beiden Unternehmen hätten Anfang des Monats ein gemeinsames Angebot von 60,50 Dollar je Aktie unterbreitet. Die Aktien von SpaceX fielen erstmals unter ihren Ausgabepreis von 135 Dollar. Sie gaben knapp zwei Prozent auf 133,82 Dollar nach. Damit ist die Rally nach dem Börsengang am 12. Juni vorerst beendet. „Es gab zuletzt nichts, was die Anleger an die Gründe erinnert hätte, warum sie SpaceX gekauft haben“, sagte Steve Sosnick von Interactive Brokers.

Pharma und Ausblick

Die Aktien von Merck & Co legten nach positiven Studienergebnissen zu Keytruda um 2,5 Prozent zu. Der überraschende Rückgang der US-Inflation am Dienstag hatte bereits die Furcht vor höheren Energiepreisen gelindert. Viele Experten warnen jedoch, dass die geringere Inflation vor allem auf die Entspannung im US-Iran-Konflikt im Juni zurückzuführen sei. Dies könnte nur vorübergehend sein, da sich die Lage in der Region zuletzt wieder verschärft hat.

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