Bahn schließt Sanierung von zwei wichtigen Strecken ab
Ab Freitagabend, 21 Uhr, können Reisende zwischen Köln, Wuppertal und Hagen sowie zwischen Hamburg und Hannover wieder auf Züge der Deutschen Bahn zählen. Die Generalsanierung dieser Abschnitte ist abgeschlossen. Auf der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen tauschte der Konzern 81 Kilometer Gleise aus, erneuerte 50 Weichen und 29 Kilometer Oberleitung. Zudem entstanden Schallschutzwände und zwölf Bahnhöfe wurden saniert. Die Investitionen beliefen sich laut Bahn auf rund 800 Millionen Euro.
Hamburg-Hannover nach monatelanger Sperrung wieder befahrbar
Auch die vielbefahrene Verbindung zwischen Hamburg und Hannover ist ab Freitagabend wieder durchgehend befahrbar. Im Rahmen der sogenannten Qualitätsoffensive der Deutschen Bahn war die gesamte Strecke für den Zugverkehr gesperrt. Fern- und Güterzüge wurden umgeleitet, im Regionalverkehr fuhren Ersatzbusse und einzelne Züge auf Teilstrecken. Die Hamburg-Hannover-Strecke gehört zu den am stärksten belasteten Bahnverbindungen Deutschlands: Sie ist zentral für den Fernverkehr zwischen Nord- und Süddeutschland, für Pendler sowie für den Güterverkehr vom und zum Hamburger Hafen.
Nächste Großbaustelle: Rechte Rheinstrecke ab Troisdorf
Während die Bahn an zwei Fronten Entwarnung gibt, beginnt die nächste große Sperrung: Die Generalsanierung der rechten Rheinstrecke von Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) nach Wiesbaden (Hessen) startet. Reisende müssen sich ab sofort auf Ersatzbusse einstellen, die rund fünf Monate lang die Züge ersetzen. Die Strecke wird voll gesperrt. Bis Mitte Dezember sollen Gleise, Weichen, Oberleitungen, Signaltechnik, Brücken, Tunnel, Bahnübergänge und Bahnhöfe erneuert und modernisiert werden. Die Bahn investiert in diesen Korridor rund 1,6 Milliarden Euro. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Bahnverkehrs nachhaltig zu verbessern.
Hintergrund: Sanierungsstau und Qualitätsoffensive
Die Deutsche Bahn kämpft seit Jahren mit einem erheblichen Sanierungsstau. Mit der Qualitätsoffensive sollen dringende Arbeiten gebündelt werden, bevor die Strecke Hamburg–Hannover im Jahr 2029 umfassend saniert wird. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es große Pläne: Bis 2035 will die Bahn dort zehn Strecken generalsanieren. Die aktuellen Maßnahmen sind Teil dieses Programms. Nach Angaben der Bahn fließen allein in die rechte Rheinstrecke 1,6 Milliarden Euro, um die Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen.



