Nach einem Feuer in einem Umspannwerk in der Nacht zum Montag sind große Teile von Reutlingen sowie mehrere umliegende Gemeinden von einem flächendeckenden Stromausfall betroffen. Der Netzbetreiber Netze BW geht von Brandstiftung aus. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Feuer gelöscht, Stromversorgung noch nicht vollständig wiederhergestellt
Das Feuer im Umspannwerk konnte inzwischen gelöscht werden, doch die Stromversorgung läuft nur schleppend wieder an. In einigen Bereichen dauert der Ausfall weiter an. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Die Behörden warnen davor, dass auch Ampeln ausgefallen sein könnten. Der Verkehr in Reutlingen wird daher derzeit von der Polizei geregelt.
Netzbetreiber vermutet Brandstiftung
Ein Sprecher von Netze BW erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass es deutliche Anzeichen für eine vorsätzliche Brandlegung gebe. So seien an dem Umspannwerk drei separate Brandstellen entdeckt worden, außerdem sei der Zaun beschädigt. Die genaue Ursache wird nun von der Kriminalpolizei untersucht.
Warn-Apps ausgelöst
Der Brand hatte in der Nacht auch Warn-Apps ausgelöst, die die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten alarmierten. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar.
Die Bürger in Reutlingen und den umliegenden Gemeinden werden gebeten, sich über die offiziellen Kanäle zu informieren und vorsorglich Lebensmittelvorräte zu prüfen. Die Stadtwerke arbeiten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Stromversorgung. Es wird jedoch noch mehrere Stunden dauern, bis alle Haushalte wieder ans Netz angeschlossen sind.



