Deutschland wieder Nettoexporteur von Strom im ersten Quartal 2025
Deutschland wieder Nettoexporteur von Strom

Deutschland hat im ersten Quartal 2025 erstmals seit Ende 2023 wieder mehr Strom exportiert als importiert. Die Stromimporte sanken um 15,5 Prozent, während die Exporte um gut 20 Prozent stiegen. Per Saldo ergab sich ein Überschuss von 3,1 Milliarden Kilowattstunden.

Erneuerbare Energien dominieren

Insgesamt wurden im ersten Quartal 126,6 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert und ins Netz eingespeist. Mehr als die Hälfte (53,3 Prozent) stammte aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Solar. Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren stieg um fast 14 Prozent auf 67,5 Milliarden Kilowattstunden, während die konventionelle Erzeugung um knapp zwei Prozent auf 59,1 Milliarden Kilowattstunden zurückging.

Windkraft legt stark zu

Der Anstieg bei den Erneuerbaren ist vor allem auf die Windkraft zurückzuführen. Die Stromproduktion aus Windenergie stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast 29 Prozent auf 42,8 Milliarden Kilowattstunden. Der Anteil der Windkraft an der gesamten inländischen Stromerzeugung wuchs auf ein Drittel. Die Photovoltaik verzeichnete dagegen einen Rückgang von 7,4 Prozent auf 10,3 Milliarden Kilowattstunden.

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Kohle und Erdgas

Bei den konventionellen Energien sank die Stromerzeugung aus Kohle um gut fünf Prozent auf 30,5 Milliarden Kilowattstunden. Dennoch bleibt Kohle mit einem Anteil von knapp einem Viertel (24,1 Prozent) der zweitwichtigste Energieträger. Die Stromproduktion aus Erdgas stieg um 3,2 Prozent.

Exportpartner

Größter Abnehmer von deutschem Strom war im ersten Quartal Österreich. Die stärksten Exportzuwächse gab es nach Dänemark und Norwegen, während die Lieferungen nach Frankreich deutlich zurückgingen. Die Daten basieren auf Angaben der Bundesnetzagentur.

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