EU-Kommission will Emissionshandel lockern – langsamerer Abbau von CO2-Rechten
EU-Kommission will Emissionshandel lockern

Die EU-Kommission plant, ein zentrales Instrument des Klimaschutzes in der Wirtschaft abzuschwächen: den Emissionshandel. Konkret soll die Gesamtzahl der verfügbaren Rechte für den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) langsamer abnehmen als bislang vorgesehen. Dies geht aus einem Vorschlag der Brüsseler Behörde hervor.

Weniger ambitionierte Reduktionspfade

Bisher war geplant, die Menge der Emissionszertifikate jährlich um einen bestimmten Faktor zu verringern, um die Klimaziele der EU zu erreichen. Nun schlägt die Kommission vor, diesen Reduktionsfaktor zu senken. Das bedeutet, dass Unternehmen mehr Zeit haben, ihre Emissionen zu reduzieren, bevor sie zusätzliche Zertifikate kaufen müssen. Kritiker befürchten, dass dies die Anreize für Investitionen in klimafreundliche Technologien schwächt.

Reaktionen und Auswirkungen

Umweltverbände reagierten verärgert auf den Vorstoß. Sie argumentieren, dass die EU ihre Klimaziele für 2030 und 2050 nur mit einem ambitionierten Emissionshandel erreichen könne. Die Wirtschaftsverbände hingegen begrüßten die Lockerung als notwendige Entlastung für die Industrie in Zeiten hoher Energiepreise. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Europäischen Parlament und den EU-Mitgliedstaaten.

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Der Vorschlag der Kommission ist Teil einer umfassenderen Überprüfung der Klimapolitik. Es wird erwartet, dass die Debatte über die Ausgestaltung des Emissionshandels in den kommenden Monaten intensiv geführt wird.

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