Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten treiben die Rohölpreise weiter in die Höhe. In Deutschland führt dies zu steigenden Heizölkosten – der Literpreis liegt am Montag, 27. Juli, bei durchschnittlich 1,39 Euro für Standard-Heizöl. Verbraucher zahlen damit fast 40 Cent mehr pro Liter als im vergangenen Sommer.
Heizölpreise heute: So viel kostet der Liter
Die Preise variieren je nach Anbieter und Heizölsorte. Während Premium-Heizöl teurer ist, gibt es für die Standard-Variante Mittelwerte, die als Orientierung dienen. Die folgende Auflistung zeigt die aktuellen Literpreise von zwei großen Anbietern: Tecson (1,39 Euro) und esyoil (1,32 Euro). Die Preise ändern sich regelmäßig und werden täglich aktualisiert.
- Heizölpreise vom 21. Juli: Tecson 1,38 Euro, esyoil 1,33 Euro
- Heizölpreise vom 22. Juli: Tecson 1,40 Euro, esyoil 1,32 Euro
- Heizölpreise vom 23. Juli: Tecson 1,40 Euro, esyoil 1,33 Euro
- Heizölpreise vom 24. Juli: Tecson 1,43 Euro, esyoil 1,35 Euro
- Heizölpreise vom 27. Juli: Tecson 1,39 Euro, esyoil 1,32 Euro
Die Daten basieren auf Angaben der Vergleichsportale und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Rückblick: Heizölpreise im langfristigen Vergleich
Nach einem längeren Aufwärtstrend stabilisieren sich die Preise nun. Der Höchststand während der Hochphase des Iran-Konflikts wurde zwar nicht wieder erreicht, dennoch liegt der Literpreis um rund 40 Cent über dem Niveau des Vorjahressommers. Im Juli 2025 betrug der Durchschnittspreis noch 0,91 Euro pro Liter. Seit März 2026 stiegen die Preise drastisch an – von 0,92 Euro im Februar auf 1,34 Euro im März.
Die monatliche Entwicklung der vergangenen zwölf Monate zeigt deutliche Schwankungen:
- Juli 2025: 0,91 Euro
- August 2025: 0,88 Euro
- September 2025: 0,89 Euro
- Oktober 2025: 0,88 Euro
- November 2025: 0,95 Euro
- Dezember 2025: 0,90 Euro
- Januar 2026: 0,90 Euro
- Februar 2026: 0,92 Euro
- März 2026: 1,34 Euro
- April 2026: 1,35 Euro
- Mai 2026: 1,37 Euro
- Juni 2026: 1,14 Euro
- Juli 2026: 1,27 Euro
Quelle: esyoil
Experteneinschätzung: Lage am Heizölmarkt
Heizöl-Experte Steffen Bukold von esyoil kommentiert: „Der Heizölmarkt bleibt relativ ruhig, auch wenn sich die Zahl der Bestellungen allmählich durchschnittlichen Werten nähert. Eine wachsende Zahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern will den immer höher kletternden Preisen nicht mehr hinterherschauen und versorgt sich rechtzeitig vor der Heizsaison.“ Die internationalen Rohölnotierungen liegen derzeit bei 84,07 Dollar pro Barrel für US-Öl und 90,75 Dollar für Nordseeöl. Gasöl (Gasoil) notiert bei 1.196,75 Dollar pro Tonne. Der Wechselkurs beträgt 1 Euro = 1,14 Dollar (Stand: 27. Juli, 9:00 Uhr, Daten von HeizOel24).
Tipps für Verbraucher: Wann bestellen und worauf achten?
Die Prognose der Heizölpreise bleibt schwierig, da internationale Krisen und Preisfaktoren kaum kalkulierbar sind. Tendenziell ist Heizöl in den kalten Monaten am teuersten. Günstige Angebote gibt es im Frühjahr und Sommer, doch geopolitische Ereignisse können diese Tendenz durchbrechen. Ein Preisvergleich lohnt sich: Portale wie esyoil helfen, das günstigste Angebot basierend auf Postleitzahl und Bestellmenge zu finden. Achten Sie auch auf Zusatzkosten wie Kilometerpauschalen.
Ein weiterer Faktor ist der CO2-Preis, der fossile Brennstoffe verteuert. Steigende CO2-Zertifikatkosten werden in der Regel an Verbraucher weitergegeben. Sparsame Heizsysteme oder erneuerbare Alternativen wie Wärmepumpen können langfristig entlasten.
Häufige Fragen zum Heizölpreis
Welche Faktoren bestimmen den Heizölpreis? Internationale Rohölpreise, Wechselkurse, Nachfrage und Angebot, Wetter sowie politische Ereignisse wie der Nahost-Konflikt.
Warum schwanken die Preise? Heizöl ist eng an den Rohölmarkt gekoppelt, der durch globale Ereignisse beeinflusst wird.
Wie senke ich Heizkosten? Durch bessere Dämmung, energiesparende Geräte, regelmäßige Heizungswartung und bewusste Temperatureinstellung.
Wann ist der beste Bestellzeitpunkt? Generell im Sommer, aber geopolitische Faktoren können Preise auch dann treiben.
Wo finde ich aktuelle Preise? Auf Vergleichsportalen oder bei lokalen Händlern. Die Angaben sind tagesaktuell.
Lohnt sich eine Großbestellung? Ja, wegen Mengenrabatt, aber Lagerkapazität und Verbrauch beachten.
Wie wirken Währungsschwankungen? Ein starker Euro macht Heizöl günstiger, da der Handel in Dollar erfolgt.
Kann ich mich vor Preisanstiegen schützen? Ja, über Festpreisverträge mit Händlern – allerdings mit Risiko bei fallenden Preisen.
Wie nützlich sind Online-Vergleiche? Sehr, aber auch Qualität und Seriosität des Anbieters sowie versteckte Kosten beachten.
Worauf bei der Bestellung achten? Aktuelle Preise, Verbrauch, Lagerkapazität, Heizölqualität, Zusatzkosten und Lieferanten-Seriosität.



