Gianni Infantino, der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, verfolgt während der laufenden Weltmeisterschaft ein ambitioniertes Programm: Er möchte möglichst zwei Spiele pro Tag besuchen. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt er einen Privatjet einer katarischen Fluggesellschaft. Die damit verbundenen Zahlen sind beeindruckend und aus Klimaschutzperspektive bedenklich.
Flugbewegungen in der Vorrunde
Allein in der Vorrunde der WM legte Infantino rund 70.000 Flugkilometer zurück. Der dafür verbrauchte Kerosin beträgt etwa 230.000 Liter. Diese Mengen entsprechen dem Jahresverbrauch mehrerer Durchschnittshaushalte und verursachen erhebliche CO₂-Emissionen.
Private Jet statt Linienflug
Der FIFA-Chef fliegt mit einem Privatjet, der speziell für seine Reisen bereitgestellt wird. Dies ermöglicht ihm eine flexible und zeitsparende Fortbewegung zwischen den verschiedenen Spielorten. Allerdings ist der ökologische Fußabdruck eines Privatjets pro Passagierkilometer deutlich höher als bei kommerziellen Flügen.
Kritik an Infantinos Reisepraxis
Umwelt- und Klimaschützer kritisieren Infantinos Reiseverhalten scharf. Angesichts der globalen Klimakrise sei es unverantwortlich, dass eine Person derart große Mengen an Treibstoff verbrauche. Die FIFA selbst betont hingegen die Notwendigkeit solcher Reisen für die Organisation und Repräsentation des Turniers.
Auswirkungen auf den Klimaschutz
Die 230.000 Liter Kerosin entsprechen einer CO₂-Menge von rund 580 Tonnen. Dies liegt weit über dem, was ein einzelner Mensch im Jahr verursachen sollte, um die Klimaziele zu erreichen. Infantinos Reisen tragen somit signifikant zur globalen Erwärmung bei.
Die Diskussion um Infantinos Flugverhalten zeigt erneut den Widerspruch zwischen sportlichen Großereignissen und Klimaschutz. Während die FIFA Nachhaltigkeitskonzepte vorstellt, steht die persönliche Mobilität ihres Präsidenten im Kontrast dazu.



