Monopolkommission: Tankrabatt teilweise bei Mineralölkonzernen gelandet
Monopolkommission: Tankrabatt teilweise bei Konzernen

Die Monopolkommission hat in ihrem aktuellen Bericht „Wettbewerb 2026“ scharfe Kritik am Tankrabatt geübt. Der Vorsitzende Thomas Duso erklärte im Podcast Green & Energy, dass zwischen 100 und 300 Millionen Euro des 1,6 Milliarden Euro schweren Entlastungspakets nicht bei den Verbrauchern, sondern bei den Mineralölkonzernen gelandet seien. Dies sei ein Beleg für strukturelle Wettbewerbsprobleme bei Raffinerien und im Kraftstoffgroßhandel.

Tankrabatt als falsches Instrument

Duso sagte wörtlich: „Wir haben von Anfang an gesagt, der Tankrabatt ist das Schlimmste, das man machen kann in so einer Situation.“ Die Monopolkommission, die Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat in Wettbewerbsfragen berät, hatte das Instrument bereits vor seiner Einführung kritisiert. Der Tankrabatt lief Anfang Juli 2026 aus.

Einheitliche Strompreiszone als Problem

Neben dem Tankrabatt thematisierte Duso die einheitliche Strompreiszone in Deutschland. Laut Monopolkommission setze diese falsche Investitionsanreize – nicht nur für Kraftwerke, sondern auch für Unternehmensstandorte. Die Kommission plädiert für eine Reform, um effizientere Preissignale zu schaffen und die Energiewende zu unterstützen.

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Einfluss der Monopolkommission

Der Bericht „Wettbewerb 2026“ ist Teil einer Sommerserie, die vier Institutionen vorstellt, die im Hintergrund über Energie, Wettbewerb und Klimapolitik mitentscheiden. Duso räumte ein, dass die Monopolkommission als Beratungsgremium ohne Durchsetzungsmacht oft wenig Einfluss habe, wenn die Politik andere Wege gehe. Dennoch sei ihre Arbeit wichtig, um auf Wettbewerbsverzerrungen hinzuweisen.

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