Die Preise für Holzpellets in Deutschland befinden sich im Juli 2026 auf einem erhöhten Niveau. Am 14. Juli kostete eine Tonne lose Pellets durchschnittlich 374,97 Euro, wie die Daten von „Heizpellets24“ zeigen. Seit Monatsanfang ist ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen: Lag der Preis am 3. Juli noch bei 362,03 Euro, stieg er bis zum 13. Juli auf 374,97 Euro. Verbraucher, die ihre Vorräte auffüllen möchten, sollten die Entwicklung genau beobachten, denn die Preise unterliegen täglichen Schwankungen.
Preisentwicklung im Juli 2026: Steigende Tendenz
Die Pelletspreise haben seit Anfang Juli um fast 13 Euro zugelegt. Am 3. Juli notierte der Preis bei 362,03 Euro, am 7. Juli bei 365,21 Euro, am 9. Juli bei 370,39 Euro und am 10. Juli bei 371,61 Euro. Der Höchststand im bisherigen Monat lag am 13. Juli bei 374,97 Euro. Damit liegen die Preise deutlich über dem Niveau des Vorjahres: Im Sommer 2025 kostete eine Tonne Pellets noch rund 275 Euro. Der Anstieg ist auf eine erhöhte Nachfrage und gestiegene Rohstoffkosten zurückzuführen. Laut Branchenexperten spielen auch saisonale Faktoren eine Rolle: Im Sommer sind Pellets traditionell günstiger, doch die derzeitige Entwicklung weicht von diesem Muster ab.
Rückblick: Pelletspreise seit Februar 2026
Der Blick auf die monatlichen Durchschnittspreise zeigt eine klare Tendenz: Nach einem Höchststand im Februar 2026 mit über 400 Euro pro Tonne sinken die Preise seitdem wieder. Im Januar lag der Preis bei 382,59 Euro, im Februar bei 400,46 Euro. Danach fielen die Preise auf 381,93 Euro im März, 369,26 Euro im April, 354,42 Euro im Mai und 349,79 Euro im Juni. Im Juli steigen sie nun wieder an. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise jedoch deutlich höher: Im Juli 2025 kostete eine Tonne nur 277,57 Euro. „Die Preise sind im Sommer 2026 rund 100 Euro höher als im Vorjahr“, kommentiert ein Sprecher von Heizpellets24. „Verbraucher sollten daher nicht auf einen weiteren Preisverfall warten, sondern die aktuellen Angebote prüfen.“
Regionale Unterschiede: Wo Pellets am günstigsten sind
Die Pelletspreise variieren je nach Bundesland. Laut Daten von energienutzer.de für Juni 2026 (bei einer Bestellmenge von sechs Tonnen) zahlen Verbraucher in der Region Mitte (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) mit 377,24 Euro pro Tonne am meisten. Im Norden/Osten (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) liegt der Preis bei 374,45 Euro, im Süden (Bayern, Baden-Württemberg, Saarland) bei 374,78 Euro. Die Unterschiede sind auf regionale Produktionskapazitäten und Transportkosten zurückzuführen. „Pellets sind ein regionaler Brennstoff, daher lohnt sich ein Preisvergleich vor Ort“, rät der Energieberater Martin Schulz.
Kaufempfehlung: Jetzt bestellen oder abwarten?
Angesichts der steigenden Preise im Juli stellt sich die Frage, ob Verbraucher jetzt zugreifen oder auf günstigere Zeiten warten sollten. Grundsätzlich gilt: Wer keine oder nur noch wenige Pellets auf Vorrat hat, sollte handeln und zumindest eine kleine Menge kaufen. Historisch gesehen sind Holzpellets in den Sommermonaten günstiger, doch die Ausnahme war die Energiekrise 2022. Derzeit deuten die Daten auf einen Aufwärtstrend hin, sodass ein Abwarten riskant sein könnte. „Eine gute Orientierung bietet der Blick auf die Preise der Vormonate“, erklärt der Energieexperte. „Wer im Juni mit 349,79 Euro pro Tonne gekauft hat, liegt jetzt bereits 25 Euro günstiger als der aktuelle Preis.“
Faktoren, die die Pelletspreise beeinflussen
Die Preise für Holzpellets werden von mehreren Faktoren bestimmt: Rohstoffkosten (Holzpreise), Produktionskosten, Transportkosten und die allgemeine Marktnachfrage. Saisonale Schwankungen spielen ebenfalls eine Rolle – im Winter ist die Nachfrage höher, was die Preise treibt. Regionale Unterschiede in der Verfügbarkeit von Restholz aus der Forstwirtschaft führen zu Preisdifferenzen zwischen den Bundesländern.
Zukunftsperspektiven: Pellets als Heizalternative
Pelletheizungen gelten als nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas. Die langfristige Preisentwicklung ist jedoch unsicher und hängt von politischen Entscheidungen, der Nachfrage nach erneuerbaren Energien und den globalen Holzpreisen ab. Experten empfehlen, beim Kauf auf zertifizierte Qualität zu achten und die Lieferkosten zu berücksichtigen. Ein Preisvergleich über Portale wie energienutzer.de oder Heizpellets24 kann helfen, den günstigsten Anbieter zu finden.



