Potsdams Smart-City-Projekte in Gefahr
Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam steht vor erheblichen Herausforderungen bei der Umsetzung mehrerer geförderter Smart-City-Vorhaben. Wie aus einer aktuellen Vorlage für den Hauptausschuss der Stadtverordneten am 24. Juni hervorgeht, drohen zentrale Projekte zur Klimaanpassung und Stadtentwicklung zu scheitern oder sich erheblich zu verzögern.
Kepler-Platz: Klimaschutz-Umbau auf der Kippe
Besonders betroffen ist der geplante Umbau des Johannes-Kepler-Platzes. Die Stadt möchte den Platz so umgestalten, dass er auch an heißen Sommertagen erträglicher wird – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in der Innenstadt. Doch das Vorhaben verschiebt sich und ist längst nicht mehr sicher. Die Stadtverwaltung hat die Fristen für die Umsetzung nicht einhalten können und hofft nun auf eine Verlängerung der Förderung.
Bahnhofsprojekte ebenfalls betroffen
Neben dem Kepler-Platz sind auch drei Bahnhofsprojekte in Gefahr: die Aufwertung des Umfelds der Bahnhöfe Pirschheide, Golm und Griebnitzsee. Diese sollen ein ansprechenderes Erscheinungsbild und bessere Aufenthaltsqualität erhalten, doch auch hier drohen Verzögerungen. Die Stadt muss nun bei den Fördermittelgebern um Aufschub bitten, um die Projekte doch noch realisieren zu können.
Hintergrund: Smart City Potsdam
Potsdam verfolgt im Rahmen der Smart-City-Strategie mehrere Projekte, die Digitalisierung und Klimaschutz verbinden sollen. Die Vorhaben werden mit Millionenbeträgen von Bund und Land gefördert. Doch die Umsetzung erweist sich als schwieriger als gedacht. Die Stadtverwaltung steht unter Druck, die ambitionierten Ziele zu erreichen, bevor die Fördergelder verfallen.
Die Stadtverordneten beraten nun über die nächsten Schritte. Eine mögliche Lösung wäre eine Verlängerung der Förderlaufzeiten, um die Projekte doch noch termingerecht abzuschließen. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch bei den Fördermittelgebern. Potsdam hofft auf deren Zustimmung, um die wichtigen Vorhaben für die Stadtentwicklung und den Klimaschutz zu retten.



