Iran-Krieg: Saudi-Arabiens Wirtschaft bricht wegen Öl-Exportstopp ein
Saudi-Arabien: BIP bricht wegen Ölblockade ein

Wirtschaftlicher Einbruch durch Ölblockade

Der anhaltende Iran-Krieg fordert seinen Tribut von der saudi-arabischen Wirtschaft. Die Statistikbehörde Gastat teilte am Donnerstag mit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Königreichs im zweiten Quartal 2026 um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen sei. Hauptgrund ist der massive Einbruch des Ölsektors, der um 24,7 Prozent schrumpfte. Die übrigen Wirtschaftsbereiche legten dagegen leicht um 0,9 Prozent zu, während die Staatsausgaben um 0,6 Prozent stiegen.

Straße von Hormus bleibt blockiert

Die Ursache des Rückgangs liegt in der nahezu vollständigen Blockade der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Meerengen für den globalen Öltransport. Saudi-Arabien als weltgrößter Ölexporteur ist besonders betroffen, da große Teile seiner Exportinfrastruktur auf diese Route angewiesen sind. Der Krieg begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran und dauert bereits fünf Monate an. Hinzu kommen Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf die Schifffahrt im Roten Meer, die den Ölexport zusätzlich behindern.

Keine Entspannung in Sicht

Die Lage bleibt angespannt: Erst am Mittwoch griffen die USA erneut den Iran an, nachdem der Iran US-Stützpunkte in der Region attackiert hatte. Verhandlungen über einen Waffenstillstand oder eine Friedenslösung kommen derzeit nicht voran. Die Aussichten für die Golfstaaten sind düster: Einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen zufolge dürfte die Wirtschaft der meisten Länder in diesem Jahr stärker schrumpfen als noch vor drei Monaten erwartet. Erst für 2027 wird mit einer Erholung gerechnet.

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Auswirkungen auf den regionalen Ölmarkt

Die Blockade hat weitreichende Folgen für die globale Ölversorgung. Saudi-Arabien kann seine Fördermenge nicht wie gewohnt exportieren, was die Preise auf dem Weltmarkt treibt. Analysten warnen vor anhaltenden Versorgungsengpässen, solange der Konflikt nicht beigelegt ist. Die Wirtschaft des Königreichs, die stark von Öleinnahmen abhängt, steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Regierung in Riad versucht zwar, durch höhere Ausgaben in anderen Sektoren gegenzusteuern, doch der Einbruch des Ölgeschäfts wiegt schwer.

Prognosen für die kommenden Quartale

Die vorläufigen Daten für das zweite Quartal bestätigen die negative Trendwende. Im ersten Quartal war die Wirtschaft noch um 1,2 Prozent gewachsen, doch der Kriegsausbruch Ende Februar hat die Entwicklung abrupt gestoppt. Ökonomen rechnen damit, dass das BIP im Gesamtjahr 2026 deutlich schrumpfen wird, sofern die Blockade anhält. Die saudi-arabische Führung steht unter Druck, eine Lösung für den Konflikt zu finden, doch die Fronten zwischen den USA, Israel und dem Iran sind verhärtet.

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