Stromausfall in Reutlingen und Umgebung nach Brand in Umspannwerk
Stromausfall nach Brand in Umspannwerk Reutlingen

Großflächiger Stromausfall in Reutlingen und Umgebung nach Brand in Umspannwerk

Ein Brand in einem Umspannwerk hat in der Nacht zu einem großflächigen Stromausfall in Teilen von Reutlingen und mehreren umliegenden Gemeinden geführt. Wie die Polizei mitteilte, geriet das Umspannwerk Reutlingen-West aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. Die Flammen konnten inzwischen gelöscht werden, doch die Stromversorgung ist weiterhin nur teilweise wiederhergestellt.

Ermittlungen wegen Brandstiftung

Der Netzbetreiber Netze BW geht nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Ein Sprecher erklärte, dass am Tatort drei Brandstellen entdeckt wurden und der Zaun beschädigt sei. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft alle möglichen Richtungen. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.

Ausmaß des Stromausfalls

Seit 1.45 Uhr ist das Umspannwerk außer Betrieb. Rund 20.000 Kunden der Fairnetz GmbH, dem regionalen Strom- und Gasnetzbetreiber, waren betroffen. Fünfeinhalb Stunden nach dem Brand konnte etwa die Hälfte der Kunden wieder mit Strom versorgt werden. Netze BW unterstützt die Fairnetz GmbH beim Wiederaufbau der Stromversorgung. Die Stadt Reutlingen teilte mit, dass eine verlässliche Prognose zur vollständigen Wiederherstellung der Stromversorgung derzeit nicht möglich sei. Aktuell seien noch rund 7.600 Haushalte ohne Strom. Die Innenstadt und das Krankenhaus werden bereits wieder versorgt.

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Verkehr und Hilfsmaßnahmen

Wegen des Stromausfalls regelt die Polizei den Verkehr in Reutlingen vorübergehend, da auch Ampeln ausgefallen sein können. Das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser-Hilfsdienst sind im Einsatz. Ein Einsatzstab im Zentrum für Bevölkerungsschutz in Pfullingen koordiniert die Hilfsmaßnahmen. Ein leitender Notarzt unterstützt vor Ort. Die Hilfsorganisationen bereiten sich auf eine längere Einsatzdauer vor, um zahlreiche Hilfsbedürftige zu betreuen und Patienten zu versorgen. Insgesamt sind mehr als 50 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Nach dpa-Informationen beläuft sich der Schaden auf mehrere Millionen Euro.

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