Strompreis Bad Wörishofen 2026: Photovoltaik-Ausbau und Baustelle
Strompreis Bad Wörishofen 2026: Photovoltaik-Ausbau

Zum 1. Januar 2026 passen die Stadtwerke Bad Wörishofen die Strompreise an. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage. Grund für die Erhöhung sind unter anderem gestiegene Netzentgelte und der höhere CO2-Preis. Parallel entsteht im Stadtgebiet eine Freiflächen-Photovoltaikanlage. Beide Entwicklungen hängen eng miteinander zusammen – und das ist gut so, denn der Solarstrom soll langfristig die Preise stabilisieren.

Warum steigt der Strompreis in Bad Wörishofen?

Die Preisentwicklung beim Strom folgt bundesweiten Trends, hat aber lokal besondere Ursachen. Die Stadtwerke nennen drei Hauptgründe für die Anpassung:

  • Höhere Netzentgelte: Die Übertragungsnetzbetreiber erhöhen ihre Entgelte regelmäßig. Für 2026 ist ein weiterer Anstieg absehbar, da die Netze für die Energiewende ausgebaut werden müssen.
  • Steigender CO2-Preis: Zum Jahreswechsel 2026 steigt der CO2-Preis von 55 auf 60 Euro pro Tonne. Das verteuert die Erzeugung aus fossilen Energieträgern, was sich auf den Börsenstrompreis auswirkt.
  • Investitionen in die Infrastruktur: Die Stadtwerke modernisieren ihre Netze und setzen neue digitale Messsysteme ein. Diese Investitionen werden über den Strompreis refinanziert.

Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass ein Teil der Mehreinnahmen direkt in den Bau der Photovoltaikanlage fließt.

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Die Photovoltaik-Baustelle: Was entsteht dort?

Auf einer Freifläche im Stadtgebiet entsteht derzeit ein Solarpark. Die Baustelle ist Teil der kommunalen Klimaschutzstrategie, die den Anteil erneuerbarer Energien deutlich erhöhen will. Nach Angaben der Stadtwerke wird die Anlage in mehreren Bauabschnitten errichtet.

Zunächst wurden die Gestelle für die Solarmodule in den Boden gerammt. In den kommenden Wochen installieren Fachfirmen die Module und verbinden sie mit den Wechselrichtern. Parallel verlegt das Unternehmen die Kabel bis zum Umspannwerk. Die Bauarbeiten laufen nach Plan, teilt das Stadtwerk mit.

Warum gerade eine Freiflächenanlage?

Freiflächenanlagen haben gegenüber Dachanlagen Vorteile: Sie lassen sich in größeren Dimensionen planen, sind wartungsarmer und können optimal zum Sonnenstand ausgerichtet werden. Zudem ist der erzeugte Strom besonders günstig, da die Anschaffungskosten pro Kilowatt gesunken sind. Die Anlage in Bad Wörishofen wird voraussichtlich im Sommer 2026 in Betrieb gehen.

Die Stadtwerke wollen die gewonnene Energie direkt in das örtliche Netz einspeisen und damit die Abhängigkeit von überregionalen Stromimporten verringern. Vor allem in Spitzenzeiten – etwa an sonnigen Sommertagen – soll der Solarpark einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Versorgung leisten.

Was bedeutet die Preiserhöhung für Kunden?

Alle Tarifkunden der Stadtwerke werden zum Jahreswechsel mit höheren Kosten rechnen müssen. Wie stark der Aufschlag ausfällt, hängt vom individuellen Tarif und dem Jahresverbrauch ab. Eine kWh im Standardtarif könnte laut Branchenprognosen um zwei bis drei Cent teurer werden – konkrete Zahlen veröffentlicht das Unternehmen erst mit dem Tarifblatt im Herbst.

Die Stadtwerke empfehlen betroffenen Kunden, den eigenen Stromverbrauch zu prüfen und einen tariflichen Wechsel in Betracht zu ziehen. Zudem weisen sie darauf hin, dass die Photovoltaikanlage langfristig zur Preissicherheit beitrage: Je mehr günstiger Solarstrom im Netz verfügbar sei, desto schwächer falle der Einfluss der CO2-Preise aus.

Der Zeitplan: Wann passiert was?

Die Stadtwerke haben die wichtigsten Termine für 2026 kommuniziert:

  1. 1. Januar 2026: Die neuen Strompreise treten in Kraft. Alle Kunden werden sechs Wochen vorher schriftlich informiert.
  2. Ab Februar 2026: Die Arbeiten an der Photovoltaikanlage gehen in die Endphase. Die Modulmontage wird abgeschlossen.
  3. Voraussichtlich Sommer 2026: Die Anlage wird ans Netz angeschlossen und geht offiziell in Betrieb.

Ein genaues Datum für den Netzanschluss wollten die Stadtwerke noch nicht nennen. Dies hänge von der technischen Abnahme durch den Netzbetreiber ab. Sicher ist jedoch: Ab 2026 fließt in Bad Wörishofen auch aus dieser Anlage Ökostrom in die Haushalte.

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