Umstieg von Öl auf Pellets: Erfahrungen aus Augsburg
Umstieg von Öl auf Pellets: Erfahrungen aus Augsburg

Als die Ölpreise im vergangenen Winter auf ein Rekordhoch kletterten, reifte bei der Familie Huber aus dem Landkreis Augsburg der Entschluss, ihre alte Ölheizung stillzulegen. Nach einer intensiven Beratung durch einen örtlichen Energieberater entschieden sie sich für eine Pelletheizung. Ein Jahr später ziehen sie eine durchweg positive Bilanz: Die Umstellung habe sich nicht nur finanziell gelohnt, sondern auch das eigene Umweltbewusstsein gestärkt.

Der Entschluss

Die Ölheizung der Hubers war über 25 Jahre alt und verbrauchte zunehmend mehr Brennstoff. Reparaturen wurden teurer, die Effizienz sank. „Wir wussten, dass wir handeln mussten, bevor die Heizung endgültig den Geist aufgibt“, erzählt Martin Huber. Die Entscheidung fiel nach einem Vergleich verschiedener Heizsysteme: Wärmepumpe, Fernwärme und Pellets. Schließlich überzeugte die Pelletheizung durch ihre Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und ihre CO2-Bilanz.

Die Umstellung

Die Installation des Pelletkessels samt Lagerraum und Zuführung dauerte nur eine Woche. Ein Fachbetrieb aus der Region übernahm die Arbeiten. „Am Anfang war die Umstellung ungewohnt, weil man sich um das Nachfüllen der Pellets kümmern muss“, sagt Ehefrau Sabine Huber. Doch dank des großen Vorratsbehälters reicht eine Lieferung für das gesamte Jahr. Der Kessel reinigt sich automatisch, die Asche muss nur selten entfernt werden.

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Die Kosten

Die Gesamtkosten für die Anschaffung und Installation beliefen sich auf rund 20.000 Euro. Dafür erhielt die Familie einen Zuschuss aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die laufenden Kosten sind deutlich gesunken: „Wir haben im ersten Jahr etwa ein Drittel weniger für Heizung und Warmwasser ausgegeben als zuvor mit Öl“, rechnet Martin Huber vor. Angesichts der stark gestiegenen Ölpreise sei die Amortisation schneller erfolgt als geplant.

Umweltbilanz

Pelletheizungen gelten als nahezu CO2-neutral, da sie nur so viel Kohlendioxid freisetzen, wie die Bäume während ihres Wachstums aufgenommen haben. Der Energiebedarf der Familie wird nun zu einem großen Teil aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Auch der Feinstaubausstoß liegt bei modernen Anlagen deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert. „Für uns war wichtig, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten“, betont Sabine Huber.

Tipps für Interessierte

Wer über einen ähnlichen Umstieg nachdenkt, sollte auf eine gute Dämmung des Hauses achten und sich von einem unabhängigen Energieberater beraten lassen. Auch die Lieferung der Pellets und der benötigte Lagerraum müssen geplant werden. Die Familie Huber rät, Angebote mehrerer Hersteller einzuholen und die Fördermittel rechtzeitig zu beantragen. Der bürokratische Aufwand habe sich gelohnt, so ihr Fazit.

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