Er hat den 1. FC Nürnberg ohne Zweifel besser gemacht. Leihspieler Rabby Nzingoula (20) wechselte in der Winterpause auf Leihbasis von Racing Straßburg zum Club und fügte sich auf Anhieb gut ein. Der junge Franzose brachte es in der Rückrunde auf 15 Einsätze, in denen er ein Tor erzielte und zwei Vorlagen beisteuerte. Noch wichtiger: Nzingoula identifizierte sich voll und ganz mit seiner Aufgabe beim FCN und äußerte mehrfach den Wunsch, über das Saisonende hinaus zu bleiben.
Verabschiedung beim letzten Heimspiel
Doch daraus wurde zunächst nichts. Vor dem letzten Heimspiel gegen Schalke 04 (3:0) gehörte Nzingoula zu den verabschiedeten Profis. Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou (50) erklärte dazu: „Wir haben mit ihm gesprochen und gesagt: Ja, wir werden dich jetzt verabschieden, weil es eine Leihe ist und die Kaufoption Stand jetzt einfach zu hoch ist. Und wenn wir das Geld nicht haben, können wir es auch nicht ausgeben. Wir schauen jetzt, wie sich das entwickelt, was passiert. Wir werden uns das offenhalten. Stand jetzt ist das aber weniger realistisch.“
Nürnberg bleibt in Lauerstellung
Der Club bleibt nun in Lauerstellung und hofft, dass sich die Konditionen möglicherweise im Laufe des Sommers verbessern. Aktuell ist auch eine erneute Leihe nicht möglich. Die festgeschriebene Kaufoption liegt bei vier Millionen Euro. Eine Verlängerung der Leihe ist bisher ausgeschlossen, da Nzingoulas Vertrag in Straßburg noch bis 2027 läuft. Das bedeutet: Nur wenn er seinen Vertrag in Straßburg verlängern würde, könnte der französische U20-Nationalspieler für den Club als erneuter Leihspieler wieder ein Thema werden.
Chatzialexiou bleibt optimistisch, aber realistisch: „Wir werden die Situation weiter beobachten. Rabby hat gezeigt, dass er eine Bereicherung für uns ist. Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, sind wir sofort bereit, wieder ins Gespräch zu kommen.“



