IW: Angebotsmieten steigen um vier Prozent – Großstädte besonders betroffen
IW: Angebotsmieten steigen um vier Prozent

IW-Analyse: Mietpreise ziehen an

Die Angebotsmieten in Deutschland sind nach einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im zweiten Quartal 2026 deutlich gestiegen. Bundesweit lagen die Mieten für Neuvermietungen vier Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark fiel der Anstieg in Großstädten außerhalb der größten Metropolen aus: Dort betrug der Zuwachs 4,9 Prozent.

Starke regionale Unterschiede

Zwischen den großen Städten gibt es dem IW zufolge erhebliche Unterschiede. In Köln kletterten die Angebotsmieten um 7,9 Prozent, in Hamburg um 5,5 Prozent. Deutlich geringer fielen die Steigerungen in Stuttgart (plus 0,9 Prozent) und Berlin (plus ein Prozent) aus. Das Mietangebot ist den Experten zufolge vielerorts deutlich geschrumpft. Die Zahl der Inserate liegt knapp zwölf Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022.

Verknappung in Großstädten besonders ausgeprägt

In Hamburg wurde das Mietangebot mehr als halbiert, in Frankfurt am Main gibt es 43 Prozent weniger Inserate. IW-Immobilienökonom Pekka Sagner sieht dafür vor allem einen wesentlichen Grund: Viele Menschen verblieben in Wohnungen, die nicht zu ihrer Lebenssituation passten und zu groß oder zu klein seien, weil sie ihre günstigen Mieten nicht aufgeben wollten. Dies führe zu einer geringeren Fluktuation und damit zu einem knapperen Angebot.

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