Ein schwerer Arbeitsunfall hat sich am Montagnachmittag in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) ereignet. Ein 38-jähriger Bauarbeiter aus Niedersachsen wurde von einem umstürzenden Baum getroffen und erlitt schwere Verletzungen. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, stürzte der Mann infolge des Aufpralls in eine mehrere Meter tiefe Baugrube, in der er gerade arbeitete.
Rettungseinsatz mit Hubschrauber
Nach dem Unfall wurde der Verletzte noch an der Unfallstelle von einem Notarzt versorgt. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen entschieden die Rettungskräfte, ihn mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Hamburg zu fliegen. Nach Angaben des Polizeisprechers schwebte der 38-Jährige dabei nicht in Lebensgefahr. Die genaue Art seiner Verletzungen wurde zunächst nicht bekanntgegeben, es wurde jedoch von schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ausgegangen.
Unfallursache noch unklar
Die Ursache für den plötzlichen Sturz des Baumes war am Abend noch unbekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Es werde geprüft, ob der Baum aufgrund von Fäulnis, Sturmeinwirkung oder im Zusammenhang mit den Bauarbeiten umgestürzt sei. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Der betroffene Baubereich wurde weiträumig abgesperrt, die Kriminalpolizei sicherte Spuren.
Der Unfall ereignete sich auf einer Baustelle im Stadtgebiet von Brunsbüttel. Nähere Angaben zum genauen Standort oder zum Bauprojekt machte die Polizei zunächst nicht. Der „NDR“ hatte zuerst über den Vorfall berichtet.
Sicherheitsvorkehrungen im Baugewerbe
Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Arbeitssicherheit auf Baustellen auf. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ereignen sich in Deutschland jährlich rund 100.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle im Baugewerbe, davon etwa 60 mit Todesfolge. Unfälle durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste sind selten, aber besonders gefährlich, da sie oft unvorhersehbar sind. Die zuständige Berufsgenossenschaft wird den Vorfall untersuchen.
Hintergrund: Rettungshubschrauber im Einsatz
Der Einsatz eines Rettungshubschraubers ist bei schweren Unfällen auf Baustellen nicht ungewöhnlich. Insbesondere bei Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule oder bei schweren Traumata ermöglicht der Lufttransport eine schnelle und schonende Versorgung in einer spezialisierten Klinik. In diesem Fall wurde der Verletzte in eine Hamburger Klinik geflogen, die über eine entsprechende Notaufnahme verfügt.
Die Polizei in Brunsbüttel bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Unglücksursache beitragen können. Die Ermittlungen dauern an.



