Überholmanöver endet im Graben: Motorradfahrer schwer verletzt
Überholmanöver endet im Graben: Motorradfahrer verletzt

Ein schwerer Motorradunfall hat sich am Donnerstagmittag auf der Bundesstraße 29 bei Schwäbisch Gmünd ereignet. Ein 57-jähriger Motorradfahrer wurde bei einem riskanten Überholmanöver in einen tiefen Graben geschleudert und dabei schwer verletzt. Die Polizei sucht nun Zeugen, die den Unfallhergang beobachten konnten.

Riskantes Überholmanöver mit fatalen Folgen

Gegen 12:45 Uhr war der Motorradfahrer mit seiner Maschine auf der B29 in Richtung Aalen unterwegs. In einer Kurve bei der Abfahrt nach Mögglingen setzte er zu einem Überholmanöver an, obwohl die Sichtverhältnisse unklar waren. Dabei kollidierte er seitlich mit einem entgegenkommenden Auto, das in diesem Moment die Kurve passierte. Durch den Zusammenstoß verlor der Motorradfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte in den angrenzenden, etwa drei Meter tiefen Straßengraben.

Der Aufprall war so heftig, dass der Mann mit schweren Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden musste. Nach Angaben der Polizei besteht keine Lebensgefahr, jedoch erlitt er mehrere Brüche und Prellungen. Der Autofahrer, ein 34-jähriger Mann aus dem Ostalbkreis, blieb unverletzt, stand aber unter dem Eindruck des Geschehens.

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Ermittlungen und Zeugenaufruf

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Motorradfahrer den Überholvorgang zu spät eingeleitet hatte und die Geschwindigkeit nicht den Gegebenheiten angepasst war. Die Beamten bitten nun Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich beim Polizeirevier Schwäbisch Gmünd zu melden. Insbesondere ein vorausfahrender Pkw, der von dem Motorradfahrer überholt wurde, könnte wichtige Hinweise liefern.

Die B29 war für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten für etwa eine Stunde voll gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, da die Bundesstraße eine wichtige Verbindung zwischen Stuttgart und Aalen darstellt. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt, wobei das Motorrad einen Totalschaden erlitt.

Appell zur Vorsicht im Straßenverkehr

Dieser Vorfall verdeutlicht erneut die Gefahren riskanter Überholmanöver. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, stets vorausschauend zu fahren und Überholvorgänge nur dann durchzuführen, wenn die Sicht frei und die Strecke übersichtlich ist. Gerade auf Landstraßen und Bundesstraßen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen durch solche Manöver. Laut Statistik des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2023 überhöhte Geschwindigkeit und riskante Überholvorgänge die Ursache für rund 30 Prozent aller schweren Motorradunfälle.

Die Ermittlungen dauern an. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07171/3580-0 zu melden.

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