JUWI streicht 280 Stellen zum 30. Firmengeburtstag
JUWI streicht 280 Stellen zum 30. Geburtstag

Schlechte Nachrichten aus der Ökoenergie-Branche: Ein großer deutscher Projektentwickler für Wind- und Solarparks will Hunderte Arbeitsplätze streichen – und das ausgerechnet zum 30. Geburtstag des Unternehmens!

Drastischer Sparkurs geplant

Der 1996 gegründete Solar- und Windenergiepark-Bauer JUWI mit Sitz in Wörrstadt (Rheinland-Pfalz) kündigte an, deutschlandweit 280 Stellen abzubauen. Das Unternehmen reagiert damit nach eigenen Angaben auf den zunehmenden wirtschaftlichen Druck in der Branche. Verschärfter Wettbewerb, sinkende Erlöse bei Ausschreibungen, steigende Kosten, knappe Netzanschlüsse und schrumpfende Margen hätten die Rahmenbedingungen deutlich verschlechtert.

So wird der Jobabbau begründet

Geschäftsführer Jost Backhaus: „Mit der Restrukturierung schaffen wir die Grundlage für mehr Effizienz, klare Marktfokussierung und nachhaltige Profitabilität. Unser Ziel ist es, JUWI langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen und so als starken, verlässlichen Partner der Energiewende zu positionieren.“ Der JUWI-Chef spricht von schmerzhaften Veränderungen: „Wir werden Bereiche und Funktionen grundlegend optimieren und neu aufstellen. In der Folge wird es bedauerlicherweise auch notwendig sein, uns von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu trennen.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Wie der Betriebsrat darauf reagiert

Die Maßnahmen seien „in konstruktiven Verhandlungen“ mit den Arbeitnehmervertretungen, zuständigen Gremien und der Konzernmutter MVV Energie AG (Mannheim) entwickelt worden. Gesamtbetriebsratsvorsitzende Constanze Schuhmacher wird in einer Stellungnahme des Unternehmens für Windkraft und Solarenergie wie folgt zitiert: „Der Fokus liegt auf sozialverträglichen Lösungen. JUWI setzt vorrangig auf freiwillige Maßnahmen, um den Personalabbau umzusetzen. Betriebsbedingte Kündigungen werden nur dort ausgesprochen, wo dies unvermeidbar ist.“

Das passiert mit den Chefs des Unternehmens

Auch die JUWI-Chefetage wird umgekrempelt: Geschäftsführer Christian Arnold, der aktuell noch für das operative Geschäft in Deutschland verantwortlich zeichnet, wird das Unternehmen für erneuerbare Energie Ende September 2026 verlassen. Stephan Hansen, zuständig für JUWI International, wird dann ebenfalls sein Mandat niederlegen. Statt drei Geschäftsführern soll es bei JUWI künftig nur noch zwei geben: Thomas Hüsgen soll ab Oktober neben Jost Backhaus die Geschäfte verantworten. Bis Juni 2027 soll er aber noch als Senior Advisor das internationale Projektgeschäft unterstützen. Neu hinzu kommt Thomas Hüsgen, der neben Backhaus dann zweiter Geschäftsführer wird. Er ist derzeit noch Finanzvorstand bei Zelestra Deutschland.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration