Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Überblick
Der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich zugelegt. Der bereinigte Umsatz stieg um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte um fünf Prozent auf 692 Millionen Euro zu. Damit bekräftigt der Konzern seine Jahresziele, obwohl geopolitische Spannungen im Nahen Osten andauern.
Zivile Instandhaltung als Wachstumstreiber
Der stärkste Zuwachs kam aus der zivilen Instandhaltung: Hier stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Auch das Militärgeschäft verzeichnete ein zweistelliges Wachstum von 15 Prozent. Das Unternehmen profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Triebwerkswartung und -reparatur.
Nahost-Konflikt ohne Auswirkungen
„Der Nahost-Konflikt hatte keine Auswirkungen auf unsere Geschäftszahlen“, erklärte Konzernchef Johannes Bussmann. Man verzeichne keinerlei Stornierungen von Aufträgen und eine weiterhin robuste Nachfrage. Die geopolitischen Spannungen belasten das Geschäft laut MTU also nicht.
Prognose für das Gesamtjahr bestätigt
Für das Gesamtjahr rechnet das Management unverändert mit einem Umsatz zwischen 9,2 und 9,7 Milliarden Euro sowie einem bereinigten Ebit von 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro. Der Ausblick bleibt damit stabil, getragen von den starken Halbjahreszahlen und der positiven Entwicklung in allen Geschäftsbereichen.
Mehr: Nach Kampfjet-Aus – Safran stellt Zukunft von MTU-Projekt in Frage. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts.



