Spritpreis in Deutschland bei 2,31 Euro: Iran-Krieg treibt Kosten
Spritpreis in Deutschland bei 2,31 Euro pro Liter

Die Spritpreise in Deutschland haben am Freitag, den 17. Juli 2026, neue Höchststände erreicht. Ein Liter Superbenzin kostet im Schnitt 2,31 Euro, Diesel 2,28 Euro. Damit nähern sich die Preise den Rekordwerten kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026. Haupttreiber ist der Rohölpreis: Die Sorte Brent stieg auf 85,28 US-Dollar pro Barrel, ein Plus von 24 Prozent im Jahresvergleich. Seit der Eskalation im Nahen Osten und der Blockade der Straße von Hormus steigen die Preise kontinuierlich. Zudem ist seit dem 1. Juli der Tankrabatt der Bundesregierung ausgelaufen, was die Kosten zusätzlich erhöht.

Deutschland im EU-Vergleich unter den teuersten Ländern

Ein Blick auf die europäischen Nachbarn zeigt: Deutschland gehört zu den teuersten Tankländern. In Polen kostet ein Liter Benzin nur 1,58 Euro, in Luxemburg 1,65 Euro, in Tschechien 1,62 Euro und in Österreich 1,69 Euro. Besonders günstig ist Spanien mit durchschnittlich 1,54 Euro pro Liter Benzin und 1,55 Euro für Diesel. Die Differenz zu Deutschland beträgt fast 50 Cent pro Liter.

Steuern als Hauptgrund für Preisunterschiede

Die Ursache für die hohen Preise in Deutschland liegt in den Steuern und Abgaben. Sie machen mehr als die Hälfte des Spritpreises aus. Allein die Energiesteuer beträgt 65,45 Cent pro Liter Benzin und 47,04 Cent pro Liter Diesel. Hinzu kommen die Mehrwertsteuer und die CO₂-Abgabe von 55 Euro pro Tonne. In Polen und Tschechien sind die Mineralölsteuern deutlich niedriger, was sich direkt an der Zapfsäule bemerkbar macht. Österreich hat die Mineralölsteuer in diesem Jahr mehrfach temporär gesenkt – im April um fünf Cent, im Mai um zwei Cent. Deutschland hingegen ließ den Tankrabatt Ende Juni auslaufen, ohne Ersatz.

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Tipps zum Sparen beim Tanken

Wer nicht ins Ausland fahren kann oder will, kann dennoch sparen: Seit Einführung der 12-Uhr-Regel sind die Preise am späten Vormittag am niedrigsten, da Tankstellen ab 12 Uhr die Preise wieder erhöhen dürfen. Wer kurz vor Mittag tankt, spart bares Geld. Für Urlauber empfiehlt es sich, den Tank fast leer zu fahren und erst jenseits der Grenze vollzutanken. In Polen, Tschechien oder Luxemburg lassen sich bei einer Tankfüllung schnell 20 bis 30 Euro sparen.

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