Erzeugerpreise steigen so stark wie seit Mai 2023 nicht mehr
Die deutschen Erzeugerpreise haben im Mai kräftig angezogen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, verlangten die Hersteller gewerblicher Produkte – von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern – 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ein höherer Anstieg wurde zuletzt im Mai 2023 verzeichnet. Von Reuters befragte Experten hatten sogar mit einem Zuwachs von 2,5 Prozent gerechnet.
Haupttreiber: Vorleistungsgüter und Energie
Laut Destatis ist der Anstieg der Erzeugerpreise vor allem auf höhere Preise von Vorleistungsgütern zurückzuführen, die um 4,2 Prozent zulegten. Die Preise für Energie stiegen im Vergleich zum Mai 2025 um 2,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat April zogen die Erzeugerpreise um 0,3 Prozent an.
In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern erfasst, bevor sie in den Groß- und Einzelhandel gelangen. Sie gelten daher als frühes Signal für die allgemeine Inflation.
Verbraucherpreise steigen weniger stark
Die deutschen Verbraucherpreise sind im Mai mit der Einführung des Tankrabatts nicht mehr so stark gestiegen wie im Vormonat. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 2,6 Prozent zum Vorjahresmonat, nach 2,9 Prozent im April. Die Europäische Zentralbank stemmt sich mit höheren Zinsen gegen die Inflation im Euroraum. Der Einlagensatz wurde zuletzt von 2,0 auf 2,25 Prozent erhöht – die erste Anhebung seit knapp drei Jahren.
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