Hessens Verkehrswende: Auto bleibt öfter stehen, Rad und Bahn legen zu
Hessens Verkehrswende: Auto bleibt öfter stehen

Die Bevölkerung in Hessen setzt zunehmend auf eine Mischung aus verschiedenen Verkehrsmitteln. Das Auto bleibt dabei häufiger stehen, wie die aktuelle Auswertung der bundesweiten Studie „Mobilität in Deutschland“ für das Bundesland zeigt. Das hessische Verkehrsministerium in Wiesbaden teilte mit, dass der Anteil von Fußverkehr, Bus, Bahn und Fahrrad an allen zurückgelegten Wegen von 43 Prozent im Jahr 2017 auf 48 Prozent im Erhebungszeitraum 2023/2024 gestiegen ist.

Weniger Wege und kürzere Strecken

Die Studie dokumentiert auch einen Rückgang der täglichen Mobilität: Die durchschnittliche Zahl der pro Bürger zurückgelegten Wege sank von 3,2 auf 2,9. Gleichzeitig verringerte sich die täglich zurückgelegte Strecke von 40 auf 35 Kilometer. Diese Entwicklung könnte laut Ministerium auf veränderte Alltagsroutinen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die Zunahme von Digitalisierung und Homeoffice zurückzuführen sein.

Stadt-Land-Unterschiede bleiben bestehen

Trotz des Trends zu mehr Vielfalt bleibt das Auto außerhalb der Ballungsräume das dominierende Verkehrsmittel. In Mittel- und Kleinstädten sowie im ländlichen Raum werden weiterhin rund zwei Drittel aller Wege mit dem Pkw zurückgelegt. „Das Auto bleibt insbesondere außerhalb der Ballungsräume für viele Menschen unverzichtbar“, erläuterte das Ministerium.

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Gründe für den Wandel

Als Ursachen für das veränderte Verkehrsverhalten nennt die Landesregierung neben Homeoffice und Digitalisierung auch den Ausbau attraktiver Mobilitätsangebote. „Die Ergebnisse bestätigen den eingeschlagenen Kurs: Mobilität muss bezahlbar, verlässlich und so ausgestaltet sein, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen in allen Regionen gerecht wird“, so das Verkehrsministerium.

Datenbasis der Studie

Die Studie wurde vom Forschungsinstitut infas in Bonn im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt. In Hessen wurden zwischen Mai 2023 und Juli 2024 fast 43.000 Bürger in rund 20.000 Haushalten befragt. Dabei wurden rund 110.000 individuelle Verkehrswege erfasst. Die regionale Auswertung liefert detaillierte Einblicke in das Mobilitätsverhalten der Hessinnen und Hessen.

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