Ifo-Institut korrigiert Wachstumsprognose nach oben
Die deutsche Wirtschaft könnte sich in diesem Jahr etwas besser entwickeln als zuletzt erwartet. Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für 2026 auf 0,8 Prozent angehoben. Grund dafür ist vor allem das erhoffte Ende des Irankriegs sowie hohe Staatsausgaben.
Laut den Münchner Ökonomen wird auch im kommenden Jahr ein Wachstum von 0,8 Prozent erwartet. Allerdings bleiben die Nachwirkungen des kriegsbedingten Energiepreisschocks spürbar: Für dieses Jahr prognostiziert das Institut eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, für 2027 von 2,7 Prozent.
Frühere Prognosen wurden gesenkt
Im Frühjahr hatten die Forscher ihre Erwartungen nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran in einem „Eskalationsszenario“ auf 0,6 Prozent gesenkt. Nun liegt die Prognose wieder 0,2 Prozentpunkte höher. Dennoch hinkt Deutschland ebenso wie der gesamte Euroraum dem weltweiten Wachstum von über zwei Prozent hinterher.
Die Langfristaussichten bleiben düster: Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser und sein Team gehen davon aus, dass das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft bis Ende des Jahrzehnts auf nur 0,1 Prozent sinken wird.
Reaktion der Bundesregierung
Die Bundesregierung hatte auf den Irankrieg unter anderem mit einem Tankrabatt reagiert. Die ehemalige Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier steht diesem kritisch gegenüber. In einem Interview erklärte sie, wie die Regierung Bürger besser entlasten könnte und wo Deutschland wieder Weltmarktführer werden kann.



