Ifo-Institut hebt Prognose für Deutschland leicht an
Ifo-Institut hebt Prognose für Deutschland leicht an

Die deutsche Wirtschaft steckt in der längsten Stagnationsphase seit 1949 fest. Nun gibt es jedoch einen kleinen Lichtblick: Das Ifo-Institut hat seine Wachstumserwartungen für das laufende Jahr leicht nach oben korrigiert. Grund dafür ist die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Irankrieges sowie hohe Staatsausgaben.

Prognose angehoben

Die Münchner Ökonomen erwarten nun für 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im Frühjahr nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran prognostiziert worden war. Auch für 2027 rechnet das Ifo-Institut mit einem Plus von 0,8 Prozent. Allerdings liegen Deutschland und der gesamte Euroraum damit weiterhin deutlich hinter dem weltweiten Wachstum von über zwei Prozent zurück.

Inflation bleibt hoch

Die Nachwirkungen des kriegsbedingten Energiepreisschocks werden laut Ifo noch lange spürbar sein. Für dieses Jahr erwarten die Forscher eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, für das kommende Jahr von 2,7 Prozent. Die Teuerung bleibt damit auf einem erhöhten Niveau und belastet die Verbraucher weiterhin.

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Langfristige Aussichten trübe

Trotz der leichten Erholung in diesem Jahr bleiben die langfristigen Perspektiven düster. Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser und sein Team gehen davon aus, dass das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft bis Ende des Jahrzehnts auf lediglich 0,1 Prozent sinken wird. Dies deutet auf eine anhaltende strukturelle Schwäche hin, die durch den demografischen Wandel und Produktivitätsprobleme verstärkt wird.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer schwierigen Phase, und die aktuellen Prognosen zeigen nur eine leichte Besserung. Die hohe Inflation und die geopolitischen Risiken bleiben große Herausforderungen. Das Ifo-Institut betont, dass die wirtschaftliche Erholung fragil ist und von weiteren Entwicklungen abhängt.

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