Wall Street: Tesla stürzt ab – Ölpreis über 100 Dollar
Wall Street: Tesla stürzt ab – Ölpreis über 100 Dollar

Die Wall Street hat am Donnerstag deutliche Verluste verzeichnet. Auslöser waren enttäuschende Bilanzen großer Technologiekonzerne und ein sprunghafter Anstieg des Ölpreises infolge der Eskalation im Nahen Osten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss ein Prozent tiefer bei 51.712 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 1,2 Prozent auf 7.408 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq verlor sogar 2,2 Prozent und schloss bei 25.138 Punkten.

Tesla und Alphabet unter Druck

Besonders hart traf es die Aktien der sogenannten „Magnificent Seven“. Die Papiere der Google-Mutter Alphabet rutschten um 6,9 Prozent ab, nachdem der Konzern höhere Ausgaben angekündigt und einen negativen freien Cashflow vermeldet hatte. Noch stärker fiel der Kurs von Tesla: Der Elektroautobauer verzeichnete im zweiten Quartal erstmals seit mehr als zwei Jahren einen negativen freien Cashflow, was einen Kurssturz von 14 Prozent auslöste.

„Die Zahlen sind insgesamt großartig, aber bei vielen Unternehmen gab es Details, die die Aktie fallen ließen“, sagte Matt Miskin, Anlagestratege bei Manulife John Hancock Investments. „Jeder noch so kleine Makel wird derzeit mit Verkäufen abgestraft.“

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Ölpreis über 100 Dollar – Inflationsängste kehren zurück

Für zusätzliche Verunsicherung sorgte die Eskalation im Iran-Konflikt. Der Preis für die Nordseesorte Brent kletterte erstmals seit Mai wieder über die Marke von 100 Dollar pro Barrel (159 Liter). Das US-Militär flog weitere Luftangriffe auf den Iran, während Teheran Raketen auf benachbarte arabische Länder abfeuerte, in denen sich US-Stützpunkte befinden. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran und den jemenitischen Huthi-Rebellen mit massiver militärischer Vergeltung, nachdem letztere zwei saudische Öltanker im Roten Meer angegriffen hatten.

Der rasant steigende Ölpreis schürte neue Inflationssorgen, nur wenige Tage vor der nächsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit Anfang 2025. Händlern zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen in der kommenden Woche unverändert lässt, derzeit bei rund 64 Prozent.

Lockheed Martin als Gewinner

Gegen den Trend legten die Aktien von Lockheed Martin zu. Der Rüstungskonzern hob seine Umsatz- und Gewinnprognosen für 2026 an und profitierte damit von den geopolitischen Spannungen.

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