KI-Rivale von ChatGPT: Anthropic reicht Börsengang ein
Anthropic reicht Börsengang ein

Das KI-Unternehmen Anthropic, Entwickler des Chatbots Claude, hat offiziell Unterlagen für einen Börsengang in den USA eingereicht. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde der Antrag zunächst vertraulich bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, sodass Geschäftsinformationen vorerst unter Verschluss bleiben, während die Prüfung läuft. Einzelheiten zum Volumen oder den Bedingungen der Erstnotierung sind daher noch nicht bekannt.

Hintergrund und Unterstützer

Anthropic wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet und wird unter anderem von den Technologiekonzernen Google und Amazon unterstützt. Zudem planen Microsoft und Nvidia, bis zu 15 Milliarden Dollar in das Unternehmen zu investieren. Zuletzt machte Anthropic Schlagzeilen mit Claude Mythos, einem automatisierten Hacking-Werkzeug, das als so mächtig gilt, dass es nicht veröffentlicht wird.

Bewertung und Marktumfeld

Anthropic schloss kürzlich eine Finanzierungsrunde über 65 Milliarden Dollar ab, die zu einer Gesamtbewertung von 965 Milliarden Dollar führte. Der Schritt an die Börse gilt an der Wall Street als Meilenstein für den Boom bei künstlicher Intelligenz. Auch OpenAI werden Börsenambitionen nachgesagt, die in ähnlichen Dimensionen liegen könnten. Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX, in der inzwischen auch seine KI-Firma xAI aufgegangen ist, könnte bereits Mitte Juni an die Börse gehen. Laut Reuters strebt SpaceX Erlöse von 75 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an.

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Zweifel an Rendite

Zugleich gibt es Zweifel, ob die Investitionen von Hunderten Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur wieder zurückverdient werden können. Kritiker wie Cory Doctorow warnen, dass die Produkte aus dem Silicon Valley durch künstliche Intelligenz nicht besser, sondern schlechter werden.

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