Die Pünktlichkeit der Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn hat sich im Mai auf niedrigem Niveau stabilisiert. Nach internen Unternehmensdaten erreichten im vergangenen Monat 61,3 Prozent der ICE- und Intercity-Züge ihr Ziel pünktlich. Dies berichtete die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf die internen Zahlen.
Pünktlichkeitsquote unter den Vormonaten
Damit lag die Quote zwar unter den Werten der Vormonate März und April, als sie 62,1 beziehungsweise 64,4 Prozent betrug. Sie blieb jedoch oberhalb der Marke von 60 Prozent, die sich die Bahn für das gesamte Jahr 2026 als Ziel gesetzt hat. Im Jahr 2025 und auch zu Beginn des laufenden Jahres war diese Schwelle mehrfach unterschritten worden.
Definition von Verspätung
Als verspätet gilt ein Zug nach Definition der Deutschen Bahn ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Zugausfälle werden in der Statistik nicht berücksichtigt.
Verkehrsminister zeigt sich verhalten optimistisch
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte sich zuletzt verhalten optimistisch gezeigt. „Ich glaube, wir können froh sein, wenn wir vorn eine Sechs stehen haben, wenn wir also eine Pünktlichkeit von über 60 Prozent haben“, sagte er. Er vertraue zudem auf die Aussage von Bahn-Chefin Evelyn Palla, „dass wir den Boden erreicht haben“.
Herausforderungen für den Staatskonzern
Der bundeseigene Konzern kämpft seit Jahren mit der Pünktlichkeit. Der Start ins laufende Jahr fiel dabei besonders schlecht aus. Begründet wurden die schlechten Zahlen mit der maroden Infrastruktur, den vielen Baustellen im Netz sowie dem strengen Winterwetter.
- Marode Infrastruktur
- Viele Baustellen im Schienennetz
- Strenge Witterungsbedingungen im Winter
Die Bahn hofft, dass umfangreiche Sanierungsmaßnahmen und Investitionen in die Infrastruktur langfristig zu einer Verbesserung der Pünktlichkeit führen werden. Ob die selbstgesteckte Jahresmarke von 60 Prozent im gesamten Jahr 2026 gehalten werden kann, bleibt abzuwarten.



