Dow Chemical übertrifft Erwartungen – Quartalsgewinn steigt auf 2,3 Mrd Dollar
Dow Chemical übertrifft Erwartungen – Gewinn steigt auf 2,3 Mrd

Der US-Chemiekonzern Dow hat im zweiten Quartal 2026 dank deutlich gestiegener Kunststoffpreise infolge des Nahost-Kriegs die Erwartungen übertroffen. Der Umsatz kletterte um 20 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen aus Michigan am Donnerstag mitteilte. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg auf 2,3 Milliarden Dollar von 703 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Spannungen an der Straße von Hormus treiben Preise

Die Spannungen an der Straße von Hormus verknappten zuletzt das weltweite Angebot an Chemikalien und trieben die Preise für Kunststoffe und Polymere in die Höhe. Während Dow die Verkaufspreise um 20 Prozent anhob, ging der Absatz um ein Prozent zurück. Um den branchenweit gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten sowie einer schwachen Nachfrage in wichtigen Endmärkten zu begegnen, treibt Dow sein Sparprogramm voran. Die internen Maßnahmen hätten die Erwartungen übertroffen, erklärte Konzernchefin Karen Carter. Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit zusätzlichen Einsparungen von rund 200 Millionen Dollar. Damit steige der Beitrag zur Ergebnisverbesserung auf mehr als 1,3 Milliarden Dollar.

T-Mobile US hebt Prognose an

Die zunehmende Popularität hochpreisiger Tarife verhilft der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile zu einem überraschend starken Quartalsergebnis. „Unter den Neukunden entscheiden sich 60 Prozent für unsere Premium-Angebote“, sagte Jon Freier, der Finanzchef des US-Mobilfunkers, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Daher rechne er nun für das Gesamtjahr mit einem Free Cash Flow von 18,4 bis 18,8 Milliarden Dollar. Bislang hatte er einen Mittelzufluss zwischen 18,1 und 18,7 Milliarden Dollar vorhergesagt. Im zweiten Quartal musste die Tochter der Deutschen Telekom zwar einen Rückgang des Kundenzuwachses um 13 Prozent auf 277.000 hinnehmen. Das Minus fiel jedoch geringer aus als befürchtet. Der Konzernumsatz wuchs um knapp acht Prozent auf 22,79 Milliarden Dollar und lag im Rahmen der Markterwartungen. Der operative Gewinn übertraf mit 9,54 Milliarden Dollar die Analystenprognosen. „Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele für 2026 und 2027 zu erreichen“, sagte T-Mobile-Chef Srini Gopalan.

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Jungheinrich senkt Gewinnprognose

Der Hamburger Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich muss trotz eines anziehenden Geschäfts seine Gewinnprognose für das laufende Jahr zurücknehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde nur zwischen 340 und 400 (Vorjahr: 228) Millionen Euro liegen, teilte Jungheinrich am Donnerstag mit. Bisher hatte die Spanne zwischen 380 und 450 Millionen gelegen. Als Gründe dafür nennt das Unternehmen die Folgewirkungen des Streiks im Werk Lüneburg im Februar, höhere Materialkosten und die scharfe Konkurrenz. An der Börse verloren Jungheinrich-Aktien nach der Prognosesenkung 5,6 Prozent. Beim Auftragseingang kalkuliert Jungheinrich für 2026 nun mit 5,5 bis 6,1 Milliarden Euro, beim Umsatz mit 5,3 bis 5,9 Milliarden, jeweils 100 Millionen mehr als bisher. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) werde deshalb nur zwischen 6,2 und 7,0 (bisher 7,2 bis 8,0) Prozent liegen. Im zweiten Quartal lag der Auftragseingang mit 1,42 (1,36) Milliarden Euro ebenso über dem Vorjahresniveau wie der Umsatz, der um gut drei Prozent auf 1,40 Milliarden Euro stieg. Dagegen bröckelte das Ebit auf 88 (106) Millionen Euro ab. Beim Nettogewinn, der auf 47 (70) Millionen Euro einbrach, fiel auch eine mögliche Einigung mit dem Finanzamt über einen Steuerstreit aus den Jahren 2017 bis 2023 zu Buche, für die Jungheinrich 13 Millionen Euro zusätzlich reservierte.

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TotalEnergies profitiert von Ölpreisrally

Die durch den Iran-Krieg ausgelöste Ölpreisrally hat TotalEnergies einen wahren Geldsegen und das beste Quartalsergebnis seit fast drei Jahren beschert. Der bereinigte Nettogewinn sprang im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 67 Prozent auf sechs Milliarden Dollar, wie der französische Energiekonzern am Donnerstag mitteilte. Er lag damit nochmals höher als die 5,4 Milliarden Dollar aus dem ersten Quartal 2026. Analysten hatten mit einem Gewinnwachstum in diesem Umfang bereits gerechnet. Die Aktionäre sollen daran teilhaben: Für das dritte Quartal kündigte TotalEnergies Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar an. Der Iran-Krieg hat das weltweite Angebot verknappt und die Preise für Rohöl und Gas auf Mehrjahreshochs getrieben. So kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zwischen April und Juni im Schnitt rund 97 Dollar und damit 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders stark profitierte TotalEnergies in seinem Geschäftsfeld Raffinerie und Chemie. Hier schoss der Gewinn um 362 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar in die Höhe. In der Sparte Exploration und Produktion kletterte das Ergebnis um 64 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Einen Dämpfer verzeichnete TotalEnergies hingegen im Geschäft mit verflüssigtem Erdgas (LNG): Wegen schwacher Nachfrage in Europa sank der Gewinn in diesem Bereich um 22 Prozent auf 807 Millionen Dollar.

Weitere Unternehmensmeldungen

Vossloh vertröstet Anleger auf nächstes Jahr: Nach seiner Prognose-Senkung für 2026 macht der Bahntechnik-Konzern Vossloh den Anlegern Hoffnung auf ein anziehendes Geschäft im kommenden Jahr. Die Belastungen, die das Unternehmen aus dem westfälischen Werdohl im laufenden Jahr zu tragen habe, würden „überwiegend“ als temporär oder einmalig eingeschätzt, erklärte Vossloh am Donnerstag. Für 2027 sei daher weiterhin „ein deutliches organisches Wachstum sowie eine deutliche Verbesserung des“ Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) zu erwarten. Mut mache Vossloh der Auftragseingang, der im ersten Halbjahr um fast ein Drittel auf den Rekordwert von 828,5 Millionen Euro nach oben schnellte. Der Auftragsbestand sei mit 1,14 Milliarden Euro Ende Juni ebenfalls so hoch wie nie gewesen. Easyjet mit Gewinneinbruch: Der britische Billigflieger Easyjet ringt während seines Übernahmekampfs durch zwei Finanzinvestoren weiterhin mit dem Last-Minute-Trend und hohen Kerosinkosten. In den drei Monaten April bis Juni steigerte Easyjet den Umsatz im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 3 Milliarden britische Pfund (rund 3,5 Mrd Euro). Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn lag mit 85 Millionen Pfund 70 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. BNP Paribas übertrifft Erwartungen: Die französische Großbank BNP Paribas hat im zweiten Quartal dank eines florierenden Aktienhandels und einer Erholung im Privatkundengeschäft die Erwartungen übertroffen. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel auf 4,35 Milliarden Euro, wie das nach Bilanzsumme größte Geldhaus der Euro-Zone am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 4,21 Milliarden Euro gerechnet. Die Erträge kletterten um zwölf Prozent auf 14,1 Milliarden Euro und fielen damit ebenfalls höher aus als erwartet. Traton optimistischer dank US-Markt: Eine deutlich anziehende Nachfrage aus den USA weckt beim Lkw-Bauer Traton neue Zuversicht. Für das laufende Jahr rechnet die Holding für MAN, Scania, den US-Lkw-Hersteller International Motors und die südamerikanischen Lkw-Marken von VW nun mit einer bereinigten operativen Umsatzrendite von 6,3 bis 7,3 Prozent, die damit jedenfalls über dem Vorjahresniveau von 6,3 Prozent liegt. Bisher lag die prognostizierte Untergrenze bei 5,3 Prozent, nach sechs Monaten stehen aber schon 7,0 Prozent zu Buche. Auch die Verkaufszahlen dürften 2026 mindestens auf Vorjahresniveau liegen, womöglich sogar bis zu sieben Prozent darüber, wie Traton am Donnerstag in München mitteilte. Bisher hatte Traton auch ein Minus von bis zu fünf Prozent für möglich gehalten. „Wir gehen weiterhin von einem stärkeren zweiten Halbjahr aus“, sagte Finanzvorstand Michael Jackstein. Nokia steigert Gewinn: Nokia hat im zweiten Quartal beim operativen Ergebnis die Markterwartungen klar übertroffen. Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 434 Millionen Euro, nachdem Analysten im Schnitt nur mit 372,3 Millionen Euro gerechnet hatten. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um acht Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu. Rückenwind erhält der finnische Netzwerkausrüster vor allem durch den Ausbau seines Geschäfts mit Ausrüstung für Rechenzentren. Hyundai verdient weniger: Hyundai Motor hat im zweiten Quartal die Gewinnerwartungen verfehlt. Der operative Gewinn sank in den drei Monaten bis Ende Juni um fast 21 Prozent auf 2,85 Billionen Won (rund 1,9 Milliarden Euro) und lag damit unter den Analystenschätzungen von 3,1 Billionen Won (rund 2,1 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg dagegen um gut zwei Prozent auf den Rekordwert von 49,2 Billionen Won (rund 32,8 Milliarden Euro) für ein zweites Quartal. STMicro erwartet Wachstum: STMicroelectronics stellt für das laufende Quartal steigende Erlöse in Aussicht – gestützt durch die anhaltende Nachfrage aus KI-Rechenzentren. Für das dritte Quartal peilt der französisch-italienische Chipkonzern am Mittelwert der Prognose 3,7 Milliarden Dollar Umsatz an, ein Plus von rund 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nestlé beschleunigt Wachstum: Die Verbraucher greifen wieder vermehrt nach den Produkten des Nahrungsmittelriesen Nestlé. Im zweiten Quartal zogen die Verkaufsmengen um 1,8 Prozent an, wie der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat am Donnerstag mitteilte. Im Vorquartal hatten die Volumen um 1,2 Prozent zugelegt. Dazu kamen Preiserhöhungen von 1,9 Prozent, sodass sich das organische Wachstum auf insgesamt 3,7 Prozent belief. Mit Währungs-Gegenwind stieg der Umsatz leicht auf 21,8 Milliarden Franken. Analysten hatten einer vom Unternehmen selbst erhobenen Umfrage zufolge mit einem Umsatz von 21,7 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 3,6 Prozent gerechnet. Zudem bringt Nestlé sein Wassergeschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Finanzinvestor Platinum Equity ein. Unicredit verdient mehr: Unicredit hat im zweiten Quartal den Gewinn stärker gesteigert als vom Markt erwartet und erhöht zugleich die Prognose für das Gesamtjahr. Der Nettogewinn lag bei 2,91 Milliarden Euro und damit über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 2,8 Milliarden Euro. Zudem schraubt Vorstandschef Andrea Orcel die Guidance nach oben: Statt „mindestens 11 Milliarden Euro“ stellt die Bank nun einen Jahresgewinn deutlich über 11 Milliarden Euro in Aussicht und hebt auch die mittelfristigen Profitziele an. Kühne+Nagel schraubt Gewinnziel nach oben: Der Schweizer Logistikkonzern Kühne+Nagel (K+N) hat nach Zuwächsen im zweiten Quartal seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Das Unternehmen rechnet für 2026 nun mit einem bereinigten operativen Gewinn (Ebit) von 1,35 bis 1,55 Milliarden Franken, wie es am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Konzern, der seinen Ausblick zuletzt im April erhöht hatte, 1,25 bis 1,40 Milliarden Franken in Aussicht gestellt. Roche belastet durch starken Franken: Der starke Schweizer Franken hat das Wachstum von Roche im ersten Halbjahr gebremst. Der Umsatz fiel in der Berichtswährung um zwei Prozent auf 30,36 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt wuchsen die Erlöse dagegen um sechs Prozent. Alphabet wächst deutlich: Googles Mutterkonzern Alphabet ist im vergangenen Quartal stärker gewachsen als erwartet. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden Dollar (rund 105 Milliarden Euro) zu. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von knapp 117 Milliarden Dollar gerechnet. Tesla verfehlt Gewinnerwartung: Tesla hat im vergangenen Quartal dank wieder besserer Auslieferungen deutlich mehr Umsatz gemacht. Doch der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte Elektroauto-Hersteller verfehlte haushoch die Erwartungen der Wall Street beim bereinigten Ergebnis pro Aktie. Analysten hatten bei diesem Wert im Schnitt mit 51 US-Cent gerechnet, Tesla kam auf 33 Cent. IBM kappt Jahresziele: Rund eine Woche nach Bekanntgabe enttäuschender Geschäftszahlen schraubt IBM seine Wachstumsziele zurück. Der Umsatz werde 2026 voraussichtlich nur um vier bis fünf statt um mehr als fünf Prozent zulegen, prognostizierte der IT-Konzern am Mittwoch. Texas Instruments übertrifft Erwartungen: Eine wachsende Nachfrage nach Computerchips für Rechenzentren verhilft Texas Instruments (TI) zu einem überraschend starken Quartalsergebnis. Der Umsatz sei um 23 Prozent auf 5,46 Milliarden Dollar gestiegen, teilte Haviv Ilan, der Chef des Halbleiterherstellers, am Mittwoch mit. Daimler Truck erhöht Prognose: Dank Fortschritten in den Vereinigten Staaten erwartet der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck etwas bessere Geschäfte – und hat daher seine Prognose erhöht. Fuchs hebt Gewinnprognose an: Der Schmierstoffhersteller Fuchs hat nach einem überraschend starken ersten Halbjahr seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde 2026 voraussichtlich zwischen 460 und 480 Millionen Euro liegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwochabend mit. Santander übertrifft Erwartungen: Die spanische Großbank Santander hat im zweiten Quartal dank höherer Einnahmen und der Übernahme des britischen Kreditinstituts TSB mehr verdient als erwartet. Der bereinigte Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 3,77 Milliarden Euro, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. GEA übertrifft Erwartungen: Der Anlagenbauer GEA hat nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen nun mit einem organischen Wachstum von sechs bis acht Prozent statt der bisher in Aussicht gestellten fünf bis sieben Prozent. Super Micro profitiert vom KI-Boom: Der Server-Anbieter Super Micro Computer profitiert von der steigenden Nachfrage nach seinen Hochleistungsrechnern für Künstliche Intelligenz (KI). Im vierten Quartal seien Aufträge im Wert von über 60 Milliarden US-Dollar eingegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Lindt & Sprüngli wächst dank Preiserhöhungen: Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat im ersten Halbjahr dank deutlicher Preiserhöhungen mehr verdient, dabei aber einen Rückgang der Verkaufsmenge hingenommen. Der Umsatz stieg organisch um 4,3 Prozent auf 2,33 Milliarden Franken, wie der Goldhasen-Hersteller am Dienstag mitteilte.