Geschäftszahlen-News: ING, Sanofi, Adidas und BMW im Fokus
Geschäftszahlen-News: ING, Sanofi, Adidas, BMW

ING übertrifft Erwartungen und hebt Prognose an

Die niederländische Großbank ING hat im zweiten Quartal dank eines starken Provisionsgeschäfts die Analystenerwartungen übertroffen und ihren Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Der Nettogewinn belief sich auf 1,95 Milliarden Euro, während Analysten im Schnitt mit 1,83 Milliarden Euro gerechnet hatten. Die Erträge aus Gebühren und Provisionen stiegen im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet ING nun mit Gesamteinnahmen von mehr als 24,5 Milliarden Euro und stellt für das kommende Jahr Erträge von über 26 Milliarden Euro bei Kosten von rund 13 Milliarden Euro in Aussicht. Zudem kündigte die Bank eine Zwischendividende von 0,40 Euro je Aktie an. Konzernchef Steven van Rijswijk erklärte, das starke Abschneiden sei auf ein Wachstum in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen: „Immer mehr Kunden nutzen die Produkte und Dienstleistungen der Bank, was sowohl die Zins- als auch die Provisionsüberschüsse getrieben hat.“

Sanofi profitiert von Dupixent-Boom

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben, getrieben von der starken Nachfrage nach dem Neurodermitis- und Asthma-Mittel Dupixent. Für 2026 erwartet Sanofi nun ein währungsbereinigtes Umsatzplus von rund zehn Prozent, nachdem zuvor ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden war. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf 11,60 Milliarden Euro, währungsbereinigt sogar um fast 18 Prozent. Allein die Erlöse mit Dupixent schnellten um 37,6 Prozent auf 5,15 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg um 33,7 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen von 2,96 Milliarden Euro deutlich.

Adidas profitiert von Fußball-WM

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika gibt Adidas Rückenwind. Der Sportartikelhersteller erwartet für das laufende Jahr nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent, bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. Den operativen Gewinn erwartet Adidas weiterhin bei rund 2,3 Milliarden Euro, wobei mögliche Zollerstattungen aus den USA von 250 bis 300 Millionen Dollar noch nicht in der Prognose enthalten sind. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen erhalten, so das Unternehmen.

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BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Die Krise auf dem chinesischen Automarkt hat die Bilanz von BMW massiv belastet. Im zweiten Quartal brach der Gewinn unter dem Strich um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein, während der Umsatz um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro schrumpfte. Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel stärker aus als von Analysten erwartet. BMW hatte bereits am Mittwoch angekündigt, Tausende Stellen in Deutschland zu streichen.

Société Générale hebt Profitabilitätsziele an

Die Société Générale hat ihre Profitabilitätsziele angehoben und strebt in diesem Jahr eine Eigenkapitalrendite (Rote) von rund elf Prozent an, nach zuvor zehn Prozent. Zudem will die Bank ab August Aktien im Umfang von 1,5 Milliarden Euro zurückkaufen. Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro und übertraf die Analystenerwartungen von 1,57 Milliarden Euro. Die Erträge legten um 4,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro zu.

Heidelberg Materials konkretisiert Prognose

Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials hat im zweiten Quartal dank einer anziehenden Nachfrage die Gewinnprognose für das Gesamtjahr konkretisiert. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 6,04 Milliarden Euro und übertraf die Markterwartungen. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) erhöhte sich um vier Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun einen Betriebsgewinn zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro. Das laufende Sparprogramm habe bislang Einsparungen von 440 Millionen Euro eingebracht, das Ziel von 500 Millionen Euro solle bis Jahresende übertroffen werden.

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Deutsche Bahn schreibt erstmals seit sieben Jahren Gewinn im Kerngeschäft

Die Deutsche Bahn hat laut Medienberichten im ersten Halbjahr 2026 im Kerngeschäft schwarze Zahlen geschrieben – zum ersten Mal seit sieben Jahren. Der bundeseigene Konzern habe im Zeitraum Januar bis Juni ein Plus im dreistelligen Millionenbereich erzielt, berichteten „Bild“ und „Spiegel“. Das Unternehmen wollte sich vor der offiziellen Bekanntgabe nicht äußern.

Weitere bedeutende Meldungen: Renault kehrte dank starkem E-Auto-Absatz in die Gewinnzone zurück – der Absatz von reinen Elektroautos sprang um 47,6 Prozent. Samsung legte dank eines starken Halbleitergeschäfts eine beeindruckende Bilanz vor: Der Betriebsgewinn stieg auf 89,5 Billionen Won (54 Milliarden Euro). Microsoft verzeichnete ein überraschend starkes Cloud-Wachstum, während Meta mit einem verhaltenen Ausblick enttäuschte. Der US-Chiphersteller Qualcomm leidet unter Lieferengpässen und gestiegenen Kosten und rechnet im vierten Quartal mit einem bereinigten Gewinn zwischen 2,05 und 2,25 Dollar je Aktie, deutlich unter den Analystenerwartungen.