GSK stoppt Entwicklung von Hustenmedikament Camlipixant – Aktie fällt
GSK stoppt Hustenmedikament-Entwicklung – Aktie fällt

GSK Plc hat die Entwicklung des Medikaments Camlipixant gegen therapieresistenten chronischen Husten eingestellt. Grund seien gemischte Studienergebnisse; es sei „unwahrscheinlich, dass es die Patientenversorgung revolutionieren wird“, teilte das Unternehmen mit. Die Aktie des britischen Pharmakonzerns fiel daraufhin am Freitag um bis zu 4,5 Prozent.

Milliardenhoffnung geplatzt

Camlipixant sollte ursprünglich Milliardenumsätze bringen. GSK hatte geschätzt, dass das Medikament jährlich mehr als 2,5 Milliarden Pfund einbringen könnte. Der Misserfolg sei „eher ein Glaubwürdigkeitsverlust als ein finanzieller Rückschlag“, erklärte John Murphy von Bloomberg Intelligence in einer Mitteilung. GSK-CEO Luke Miels versucht derzeit, die Entwicklung neuer Medikamente zu stärken, um bis 2031 einen Jahresumsatz von 40 Milliarden Pfund (53,8 Milliarden US-Dollar) zu erreichen – ein Ziel, das Analysten zufolge noch nicht realisierbar ist.

Akquisitionsstrategie in Frage gestellt

James Gordon, Analyst bei Barclays, merkte an, dass die Ergebnisse Fragen zur Akquisitionsstrategie von GSK aufwerfen könnten. Das Unternehmen hatte 2 Milliarden US-Dollar für den Erwerb des Medikaments ausgegeben. Camlipixant war eines der wenigen späten Entwicklungsprojekte, die in diesem Jahr von GSK erwartet wurden. Einige Analysten waren jedoch von Anfang an skeptisch und schätzten den Jahresumsatz bis 2031 auf lediglich etwa 430 Millionen Pfund. Ihre Zurückhaltung beruhte auf der mäßigen Wirksamkeit eines ähnlichen Medikaments von Merck & Co., das von der US-Arzneimittelbehörde FDA keine Zulassung für chronischen Husten erhielt.

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Analysten: Rückschlag beherrschbar

„Auch wenn dies enttäuschend ist, betrachten wir diesen Rückschlag als beherrschbar“, sagte Jefferies-Analyst Michael Leuchten. „Unsere Anlagestrategie konzentriert sich zunehmend auf das Onkologie-Portfolio von GSK, wo jüngste Akquisitionen in Verbindung mit internen Vermögenswerten wesentlich größere und längerfristige Möglichkeiten zur Wertschöpfung bieten.“ In einer Spätphasenstudie hatte Camlipixant bei hoher Dosierung die Hustenhäufigkeit verringert, erfüllte dieses Kriterium jedoch in einer anderen Studie mit einer anderen Patientengruppe nicht. Refraktärer chronischer Husten hält meist in unkontrollierbaren Anfällen noch lange nach einer Erkrankung an.

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