SpaceX-Börsengang: Ein Milliardärsregen für Investoren und Mitarbeiter
Elon Musk steht kurz davor, der erste Billionär der Welt zu werden. Mit dem Börsengang seiner Raumfahrtfirma SpaceX am 12. Juni an der Technologiebörse Nasdaq in New York werden jedoch nicht nur Musks Vermögen explodieren, sondern auch eine Reihe seiner Investoren und langjährigen Mitarbeiter auf einen Schlag zu Milliardären werden. Die Bewertung von SpaceX könnte auf bis zu zwei Billionen Dollar steigen, wie Bloomberg berichtet. Mindestens 1,8 Billionen Dollar strebt das Unternehmen an. Dabei sollen etwas mehr als vier Prozent der Aktien platziert werden, um Einnahmen von 75 Milliarden Dollar zu erzielen.
Wer sind die künftigen SpaceX-Milliardäre?
Gwynne Shotwell: Die Präsidentin an der Spitze
Gwynne Shotwell war eine der ersten Mitarbeiterinnen, die Elon Musk nach der Gründung von SpaceX im Jahr 2002 einstellte. Die Ingenieurin hatte zuvor bereits Führungspositionen in der Raumfahrtbranche inne. Seit 2008 ist sie Präsidentin von SpaceX und verantwortlich für das Tagesgeschäft. Die 62-Jährige gibt an, bestens mit ihrem umstrittenen Chef auszukommen und „liebe es, für Elon Musk zu arbeiten“. Shotwell besitzt mehr als zwölf Millionen SpaceX-Aktien und 4,7 Millionen Aktienoptionen. Bloomberg schätzt den Wert dieser Anteile bereits auf rund eine Milliarde Dollar. Nach dem Börsengang wird Shotwell die Milliardengrenze sicher überschreiten.
Brett Johnsen: Der Finanzchef im Hintergrund
Brett Johnsen ist seit 15 Jahren Finanzchef von SpaceX und spielte eine zentrale Rolle dabei, in den vergangenen Jahren Milliarden an Kapital durch außerbörsliche Finanzierungsrunden einzuwerben. Öffentlich trat er bislang weniger in Erscheinung, doch das könnte sich nach dem Börsengang ändern, wenn SpaceX regelmäßig seine Bilanz offenlegen muss. Aktuell wird der Wert seiner SpaceX-Anteile auf knapp 700 Millionen Dollar geschätzt. Je nach erreichter Bewertung könnte Johnsens Vermögen auf bis zu 1,4 Milliarden Dollar anwachsen.
Luke Nosek: Der enge Freund aus PayPal-Zeiten
Luke Nosek ist ein enger Freund von Elon Musk und war Ende der 1990er Jahre Mitgründer des Zahlungs-Startups PayPal, das später für eine Milliardensumme an Ebay verkauft wurde. Der gebürtige Pole arbeitete lange für die Risikokapitalfirma von Peter Thiel und investierte auch in SpaceX. Später gründete er seine eigene Investmentfirma Gigafund, die für mehr als eine Milliarde Dollar Anteile an Musks Raumfahrtunternehmen kaufte. Nosek ist seit 2008 „Director“ bei SpaceX, vergleichbar mit einem Aufsichtsratsmitglied in Deutschland. Er ist bereits mehrfacher Milliardär und besitzt mehr als 30 Millionen SpaceX-Anteile im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar. Dieser Wert könnte sich nach dem Börsengang verdoppeln.
Antonio Gracias: Der langjährige Investor und Geschäftspartner
Antonio Gracias ist seit vielen Jahren Investor und Geschäftspartner von Elon Musk, nicht nur bei SpaceX, wo er ebenfalls den Posten eines „Directors“ innehat, sondern auch bei Tesla. Gracias arbeitete mit Musk auch während dessen umstrittenem Engagement als Donald Trumps Beauftragter für Bürokratieabbau zusammen. In der inzwischen aufgelösten Behörde „Doge“ leitete er eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit dem Heimatschutzministerium zum Thema Migration. Das Wirtschaftsmagazin „Fortune“ schätzt sein persönliches Vermögen bereits auf 4,3 Milliarden Dollar. Mit dem SpaceX-Börsengang könnten noch einmal bis zu zwei Milliarden Dollar hinzukommen. Die von Gracias gegründete Investmentfirma Valor besitzt laut „Fortune“ 500 Millionen SpaceX-Aktien, die bei einer Bewertung von 1,8 Billionen Dollar rund 100 Milliarden Dollar wert sein könnten.
Fazit: Ein neues Zeitalter der Superreichen
Der Börsengang von SpaceX wird nicht nur Elon Musk zum ersten Billionär machen, sondern auch eine Handvoll weiterer Personen in den Kreis der Milliardäre katapultieren. Während Musk mit seinem 42-Prozent-Anteil an SpaceX und einem aktuellen Vermögen von knapp 750 Milliarden Dollar ohnehin der reichste Mensch der Welt ist, profitieren auch langjährige Mitarbeiter wie Gwynne Shotwell und Brett Johnsen sowie Investoren wie Luke Nosek und Antonio Gracias massiv von dem bevorstehenden Börsendebüt. Die Raumfahrtbranche erlebt damit einen historischen Reichtumsschub, der die Vermögensverhältnisse der Beteiligten für immer verändern wird.



