SPIEGEL+ Paywall: Zugriff auf ältere Artikel eingeschränkt
SPIEGEL+ Paywall: Zugriff auf ältere Artikel limitiert

Der Spiegel hat die Zugriffsbedingungen auf seiner Website drastisch verschärft. Seit kurzem sind Artikel nur noch für maximal 30 Tage nach ihrer Veröffentlichung oder nach dem zehnten Aufruf kostenlos lesbar. Danach erscheint eine Paywall, die den Zugang nur noch mit einem kostenpflichtigen SPIEGEL+ Abo erlaubt.

Details der neuen Regelung

Diese Einschränkung betrifft sämtliche Inhalte des Nachrichtenmagazins, wie der Verlag mitteilte. Ein SPIEGEL+ Abo kostet Neukunden zunächst 1 Euro für die ersten vier Wochen, danach 5,99 Euro pro Woche. Für Langzeitabonnenten gibt es ein Jahresabo mit 25 Prozent Rabatt für die ersten 52 Wochen. Die Preise sind Teil einer Strategie, um mehr Leser für die digitalen Bezahlmodelle zu gewinnen.

Reaktionen und Auswirkungen

Viele Leser zeigten sich überrascht von der plötzlichen Beschränkung, da der Spiegel zuvor großzügigere Zugriffsregeln hatte. Ein Sprecher des Hauses begründete den Schritt: „Wir möchten unsere qualitativ hochwertigen Inhalte weiterhin anbieten, aber auch die Arbeit unserer Redaktion finanzieren. Die neue Paywall ist ein notwendiger Schritt, um nachhaltigen Journalismus zu sichern.“ Betroffen sind tausende Artikel im Archiv, die nun nur noch zahlenden Mitgliedern zugänglich sind.

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Vergleich mit anderen Medien

Mit dieser Regelung reiht sich der Spiegel in eine Reihe deutscher Medienhäuser ein, die zunehmend auf harte Paywalls setzen. Im Gegensatz zu manchen Konkurrenten, die eine begrenzte Anzahl kostenloser Artikel pro Monat erlauben, setzt der Spiegel auf eine zeitliche und aufrufbasierte Sperre. Dies könnte insbesondere Gelegenheitsleser abschrecken, aber die Abo-Zahlen langfristig steigern.

Wer dennoch auf die Inhalte zugreifen möchte, muss ein Abo abschließen. Die Kündigung ist jederzeit möglich. Für Nutzer, die bereits ein Print-Abo besitzen, gibt es vergünstigte Digitalzugänge. Der Verlag hofft, mit diesem Modell die Digitalabonnements deutlich zu erhöhen und die Abhängigkeit von Werbeeinnahmen zu reduzieren.

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