UniCredit will bei Commerzbank-Übernahme mit Regierung und Betriebsrat sprechen
UniCredit will mit Regierung und Betriebsrat über Commerzbank sprechen

UniCredit-Chef Orcel sucht Dialog mit Regierung und Betriebsrat

Im Übernahmepoker um die Commerzbank setzt UniCredit-Chef Andrea Orcel auf Gespräche mit der Bundesregierung und den Arbeitnehmervertretern. In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC sagte Orcel: „Die nächsten Schritte sind hoffentlich Gespräche mit der deutschen Regierung und den Betriebsräten.“ Er zeigte sich zuversichtlich, dass eine Einigung möglich sei: „Es sollte kein Problem sein, zu einer Einigung zu kommen, die im besten Interesse aller ist.“

Kritik aus Berlin und Merz‘ Haltung

Die Bundesregierung hatte zuletzt scharfe Kritik am Vorgehen der italienischen Großbank geübt. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte jedoch, er werde eine Fusion nicht verhindern. Orcel stellte klar, dass die Commerzbank und die Münchner UniCredit-Tochter HypoVereinsbank zunächst für zwei bis drei Jahre getrennt weiterarbeiten sollen.

Mögliche außerordentliche Hauptversammlung

Vom Ausgang der Gespräche hängt ab, ob UniCredit eine außerordentliche Hauptversammlung bei der Commerzbank vor der nächsten planmäßigen Hauptversammlung 2027 einberufen wird. Orcel hatte öffentlich erwogen, dort alle Anteilseignervertreter auszutauschen. Der Unternehmensberater Harald Christ, der einen der beiden für den Bund reservierten Posten besetzt, hat seinen Rückzug für 2027 angekündigt.

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