Bahnchefin Palla hat ein Alkoholverbot an allen über 5000 deutschen Bahnhöfen angekündigt. Doch die Umsetzung des Verbots steht vor einem massiven Problem: Weder die Bundespolizei noch die Bahnsicherheit verfügen über annähernd genügend Personal, um die Einhaltung des Verbots zu kontrollieren. Dies kritisierte BILD-Chefreporter Frank Schneider im Gespräch mit Thomas Kausch.
Fehlende Personalressourcen
Die Ankündigung der Bahnchefin stößt auf Skepsis, da die Kontrollkapazitäten nicht mitwachsen. Schneider betont: „Es ist viel zu wenig Personal vorhanden. Wer soll das kontrollieren?“ Die Bundespolizei ist bereits jetzt stark ausgelastet, und die Sicherheitskräfte der Bahn haben ebenfalls keine Reserven für zusätzliche Aufgaben. Das Alkoholverbot droht somit ein Papiertiger zu bleiben.
Alternative Lösungsansätze
Schneider schlägt vor, dass das Verbot nur dann wirksam sein kann, wenn die Kontrollen durch technische Maßnahmen oder verstärkte Präsenz unterstützt werden. Denkbar wären etwa mehr Videoüberwachung oder der Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten. Auch eine schrittweise Einführung in Problemzonen könnte sinnvoll sein, statt ein flächendeckendes Verbot auszusprechen, das nicht durchsetzbar ist.
Die Diskussion um das Alkoholverbot zeigt grundlegende Probleme der Sicherheitsarchitektur an Bahnhöfen. Ohne ausreichend Personal bleibt jede Regelung wirkungslos. Die Bahn ist nun gefordert, nachzubessern und realistische Umsetzungskonzepte vorzulegen.



