Ausweiskopien sicher machen: So schützen Sie sich vor Identitätsdiebstahl
Ausweiskopien sicher: So schützen Sie sich vor Identitätsdiebstahl

Hotel, Mietwagen, Handyvertrag – immer wieder verlangen Unternehmen eine Ausweiskopie. Doch was harmlos erscheint, birgt ein erhebliches Risiko: Gelangen diese Daten in falsche Hände, droht Identitätsdiebstahl. Kriminelle können damit Verträge abschließen, Konten eröffnen oder sogar Kredite aufnehmen. BILD zeigt, wie Sie Ihre Ausweiskopien sicher machen und sich effektiv schützen.

Nur wenn es sein muss: Ausweiskopien gezielt einsetzen

Geben Sie eine Kopie Ihres Personalausweises nur dann heraus, wenn es unbedingt erforderlich ist. Gesetzlich vorgeschrieben ist dies etwa bei der Kontoeröffnung, beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder beim Führerschein. Doch auch bei Hotelbuchungen, Mietwagenvermietungen oder anderen Gelegenheiten wird häufig eine Kopie verlangt – oft ohne rechtliche Notwendigkeit.

Prüfen Sie vor der Abgabe, ob eine Kopie wirklich nötig ist. Für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder bei Wohnungsbesichtigungen reicht es in der Regel, den Ausweis kurz vorzuzeigen. Fragen Sie den Anbieter explizit, welche Daten aus welchem Grund benötigt werden. Häufig genügen Name, Adresse und Gültigkeitsdatum – das Lichtbild oder die Ausweisnummer sind nicht immer erforderlich.

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Richtig schwärzen: Daten sicher blocken

Wenn Sie eine Kopie abgeben müssen, schwärzen Sie alle überflüssigen Informationen. Achtung: Ein einfacher schwarzer Balken am Computer reicht nicht! Digitale Bildbearbeitung kann den Balken unter Umständen rückgängig machen, sodass die verdeckten Daten wieder sichtbar werden. Besser ist es, die entsprechenden Stellen vor dem Scannen mit einem undurchsichtigen Klebestreifen abzudecken oder die Bereiche in einem Bildbearbeitungsprogramm vollständig aus dem Bild zu entfernen, sodass nur das Nötigste sichtbar bleibt.

Speichern Sie geschwärzte Kopien auf Ihrem Smartphone oder drucken Sie sie aus, bevor Sie verreisen. So haben Sie die vorbereitete Kopie stets griffbereit, etwa für die Hotelrezeption. Fügen Sie einen handschriftlichen oder digitalen Vermerk hinzu, warum die Kopie angefertigt wurde – zum Beispiel: „Ausweiskopie für die Eröffnung eines Kontos bei der Sparkasse“. Das schafft Nachvollziehbarkeit und erschwert Missbrauch.

Ungeschwärzte Kopien: Nur für Behörden zulässig

Nur Behörden sind berechtigt, eine ungeschwärzte Kopie Ihres Ausweises zu verlangen. Fordert dies eine Privatperson oder ein Unternehmen, brechen Sie den Vorgang sofort ab! Es könnte sich um einen Betrugsversuch handeln. Besondere Vorsicht ist bei Videoanforderungen geboten, bei denen Sie Ihren Ausweis vor die Kamera halten sollen. Betrüger nutzen diese Methode, um heimlich Kredite in Ihrem Namen abzuschließen oder andere kriminelle Handlungen durchzuführen.

Seien Sie auch skeptisch, wenn Ihnen – etwa bei Mietwagen oder Hotels – eine Gebühr für die Nichtabgabe einer Ausweiskopie angedroht wird. Fragen Sie nach einer Alternative, wie der Vorlage des Ausweises in Kopie mit Schwärzungen. Im Zweifel verweigern Sie die Kopie und wählen Sie einen Anbieter, der Ihre Daten respektiert.

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