Die Bank of Scotland hat die Zinsen für Festgeld über alle Laufzeiten erhöht. Für ein Jahr erhalten Anleger nun 3,0 Prozent Zinsen. Das Geldhaus mit Sitz in Berlin ist eine Marke der Lloyds Bank und bietet damit ein konkurrenzfähiges Angebot im Marktvergleich.
Neue Festgeld-Zinsen der Bank of Scotland im Überblick
Die Bank of Scotland hat die Zinssätze für Festgeld angehoben. Für eine Laufzeit von einem Jahr steigt der Zins von 2,8 auf 3,0 Prozent. Auch kürzere Laufzeiten wurden verbessert: drei Monate von 2,4 auf 2,6 Prozent, sechs Monate von 2,6 auf 2,7 Prozent und neun Monate von 2,7 auf 2,8 Prozent. Christian Hermann und Hannah Ritzmann berichten im Spar-Ticker der Funke Mediengruppe.
Besonders attraktiv ist das Angebot für ein Jahr mit 3,0 Prozent. Damit liegt die Bank gleichauf mit der VW Bank. Spitzenreiter bei dieser Laufzeit ist die Hoistspar mit 3,1 Prozent, gefolgt von der J&T Direktbank mit 3,05 Prozent. Die Opel Bank und die Stellantis Direktbank bieten jeweils 3,02 Prozent.
Deutsche Einlagensicherung als Pluspunkt
Ein Vorteil der Bank of Scotland ist die deutsche Einlagensicherung. Da die Bank ihren Sitz in Berlin hat, sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde geschützt. Viele Sparer vertrauen dieser Absicherung mehr als ausländischen Sicherungssystemen.
Für kurze Anlagezeiträume von drei oder sechs Monaten sind Tagesgeldkonten oft lukrativer. Aktuell bieten Chase, Norisbank und Crédit Agricole jeweils 4,0 Prozent Zinsen. Diese sind flexibel verfügbar, während Festgeld für die gesamte Laufzeit gebunden ist.
Weitere aktuelle Angebote im Spar-Ticker
Der Spar-Ticker informiert laufend über Zinsänderungen. Am 16. Juli startete die Sparda-Bank West ein Tagesgeld-Angebot mit 3,2 Prozent Zinsen bis zum 15. Februar 2027. Auch Bestandskunden können mit neuem Geld teilnehmen. Der Basiszinssatz beträgt 0,75 Prozent.
Am 14. Juli lockte die Deutsche Bank mit 2,7 Prozent für einjähriges Festgeld. Die Aktion lief nur bis zum 16. Juli und galt nur für Neugeld. Mindestanlage waren 2500 Euro, maximal 250.000 Euro. Die Einlagensicherung liegt bei 100.000 Euro.
Am 7. Juli erhöhte Klarna die Festgeld-Zinsen auf bis zu 3,05 Prozent für 48 Monate. Bei zwölf Monaten sind es 2,90 Prozent. Die J&T Direktbank bietet für zehn Jahre 3,5 Prozent, die Pbb direkt für fünf Jahre 3,30 Prozent. Die Hanseatic Bank gewährt für drei Jahre 3,11 Prozent.
EZB-Leitzinserhöhung treibt Zinsen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hob den Leitzins am 17. Juni von 2,0 auf 2,25 Prozent. Viele Banken zogen nach. Laut einer Analyse von Barkow Consulting liegen die besten Tagesgeld-Zinsen so weit über dem Leitzins wie nie zuvor. Die Bigbank führt mit 4,05 Prozent für vier Monate.
Weitere Tagesgeld-Angebote: Crédit Agricole bietet 4,0 Prozent bis 31. Januar 2027, die Stellantis Bank 3,52 Prozent für drei Monate, die Opel Bank 3,31 Prozent für drei Monate. Trade Republic und Commerzbank zahlen 2,25 Prozent variabel. Die J&T Direktbank bietet 2,0 Prozent variabel.
Tipps zur Geldanlage
Tagesgeld eignet sich für kurzfristige Anlagen und als Notfallreserve. Festgeld bietet höhere Zinsen bei festen Laufzeiten. Ein Depot benötigt man für Aktien, ETFs oder Fonds. ETFs bilden Indizes wie den DAX oder MSCI World ab und sind kostengünstig. Aktien bieten langfristig hohe Renditechancen, aber auch Risiken. Sparpläne ermöglichen regelmäßiges Investieren.
Die beste Strategie hängt von Zielen, Risikobereitschaft und Anlagehorizont ab. Eine breite Diversifikation, etwa durch ETFs, und ein Mix aus sicheren und renditestarken Anlagen können ein ausgewogenes Portfolio schaffen.



