Berlins kühlste Orte: Tipps für heiße Tage abseits der Seen
Berlins kühlste Orte: Tipps für heiße Tage

Zum Ende der Woche wird es in Berlin heiß – sehr heiß. Am Samstag werden bis zu 35 Grad erwartet. Wer keine Lust auf überfüllte Bäder und Seen hat, findet in der Stadt auch abseits des Wassers besonders kühle Orte. Manche sind kostenlos zugänglich, für andere wird Eintritt fällig. Wir haben die coolsten Orte der Hauptstadt hinsichtlich Kosten und Praxistauglichkeit durchleuchtet.

Berliner Erfrischungskarte: Digitale Hilfe gegen die Hitze

Ein guter Anlaufpunkt ist die Berliner Erfrischungskarte der Technologie Stiftung Berlin. Sie zeigt kühle, windige und schattige Flächen in der Stadt. Zwar wird nahezu jede Parkbank als kühler Ort dargestellt, doch mit Filtern lassen sich sinnvolle Punkte separieren – etwa alle Trinkbrunnen und Nachfüllstationen für Trinkwasser. Besonders an heißen Tagen ein nützliches Feature für alle, die eine nachfüllbare Wasserflasche dabeihaben. Die Karte zeigt auch Toiletten an, sodass keine Ausrede für mangelhafte Rehydrierung mehr zieht. Was fehlt? Eine Übersicht klimatisierter Räume. Die Bezirke informieren gesondert über „Kühle Räume“ in Kirchen oder Gemeindezentren. U-Bahn-Stationen werden nicht angezeigt.

U-Bahn-Stationen als Kältebunker

Obwohl die U-Bahn bei Hitze für viele eine Höhle des Grauens ist, gibt es Bahnhöfe, die einem Kältebunker gleichen. Der U-Bahnhof Brandenburger Tor zählt zu den tiefsten in Berlin – er liegt gut 17 Meter unter der Erde. In dieser Tiefe ist es bis zu zehn Grad kälter als auf der Straße. Weitere tiefe Stationen sind Museumsinsel und Gesundbrunnen. Allerdings ist dieser Tipp nicht wirklich praxistauglich für einen ganzen Tag; die Stationen dienen eher als kühlender Zwischenstopp.

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Berliner Unterwelten: Museumsbesuch mit Kühleffekt

Eine ungewöhnliche Möglichkeit zur Abkühlung bietet das Museum „Berliner Unterwelten“. In ehemaligen Luftschutzbunkern und Tunneln herrscht konstante Kühle – die Temperaturen klettern auch im Sommer oft kaum über zehn Grad. Die Veranstalter empfehlen, eine Jacke mitzunehmen. Die meisten Touren kosten 18 Euro.

Klimatisierte Museen: Kunstgenuss bei 20 Grad

Viele Berliner Museen sind klimatisiert, weil Kunstwerke und Exponate kühle Temperaturen benötigen. In den meisten Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin herrschen auch im Hochsommer angenehme 20 Grad. Im Naturkundemuseum ist es mit durchschnittlich 18 Grad sogar noch frischer, besonders im Präparationssaal.

Icebar und Fledermauskeller: Extreme Kühle

Wem Museumsbesuche zu wenig Action bieten, dem sei die „Icebar“ am Hackeschen Markt empfohlen. Bei minus zehn Grad kühlt jeder herunter. Alles in der Bar ist aus Eis, sogar das Glas. Das Ticket kostet 23 Euro und beinhaltet drei kostenlose Getränke. Ebenfalls kühl ist der Fledermauskeller in der Zitadelle Spandau, wo rund 10.000 Fledermäuse leben.

Tierisch cool: Zoo und Aquarium Berlin

Auch im Berliner Zoo ziehen viele Tiere kühlere Temperaturen vor. In der Pinguinwelt ist es frostig: Die Königs- und Felsenpinguine genießen acht Grad kaltes Wasser und regelmäßige Schneeschauer. Im Besucherraum ist es nicht ganz so kalt. Im Aquarium Berlin herrschen das ganze Jahr über angenehme 22 bis 23 Grad. Eine Tageskarte für Zoo und Aquarium kostet online 24 Euro.

Kostenlose Abkühlung: Wasserfall, Rosengarten und Wälder

Der Wasserfall im Viktoriapark in Kreuzberg ist ein herrlicher Ort zur Abkühlung: 13.000 Liter pro Minute stürzen aus 24 Metern Höhe herab und sorgen für erfrischendes Spritzwasser. Der Rosengarten im Volkspark Humboldthain bietet duftende und schattige Rückzugsorte. Große Waldgebiete wie der Grunewald sind ideale Ausflugsziele: Unter dem Blätterdach ist es rund vier Grad kühler, und mit Teufelssee, Schlachtensee oder Krumme Lanke liegen mehrere Seen in Reichweite.

Klimatisierte Shopping-Malls

Das Äquivalent zum dichten Wald sind im Großstadtdschungel die Shopping-Malls. Große Einkaufszentren wie Mall Of Berlin, Bikini oder KaDeWe sind klimatisiert und eignen sich zum Abkühlen bei einem Innenstadtbesuch.

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