Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Besonders stark betroffen ist Diesel: Der Literpreis kletterte im bundesweiten Tagesdurchschnitt auf 2,07 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 11,7 Cent im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche.
Benzin ebenfalls teurer
Auch Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich spürbar. Ein Liter kostete im Schnitt 2,083 Euro – ein Plus von 5,9 Cent innerhalb einer Woche. Damit schrumpft der Preisabstand zwischen Diesel und E10 weiter. Normalerweise liegt dieser bei mehr als zehn Cent, da Diesel niedriger besteuert wird. Allerdings gilt Dieselpreis als deutlich krisenanfälliger, wie der ADAC betont.
Spannungen am Golf als Treiber
Als wesentlicher Grund für den Preisanstieg gelten die erneut aufgeflammten Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den globalen Ölhandel. Der Ölpreis hat in den vergangenen Tagen ebenfalls deutlich zugelegt. Die geopolitischen Risiken wirken sich direkt auf die Spritpreise an den Tankstellen aus.
„Die aktuellen Preissprünge sind eine direkte Folge der angespannten Lage im Nahen Osten“, erklärte ein ADAC-Sprecher. „Sollten die Konflikte eskalieren, ist mit weiteren Verteuerungen zu rechnen.“
Auswirkungen auf Reisende
Die Preissteigerung kommt ausgerechnet zur Ferienzeit, in der viele Deutsche mit dem Auto in den Urlaub fahren. Der Tankrabatt ist inzwischen ausgelaufen, was die Belastung zusätzlich erhöht. Verbraucher müssen derzeit mit höheren Kosten für die Fahrt in den Urlaub rechnen. Ob die Preise wieder sinken, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der geopolitischen Lage und des Ölpreises ab.



