E-Scooter-Unfälle: 40 Prozent mehr Tote – Forderung nach Fahrerlaubnis
E-Scooter-Unfälle: 40% mehr Tote – Fahrerlaubnis gefordert

Die Zahl der Todesfälle bei Verkehrsunfällen mit E-Scootern in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 40 Prozent gestiegen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach kamen 2025 insgesamt 28 Menschen bei Unfällen mit E-Scootern ums Leben, im Jahr zuvor waren es 20. Die Gesamtzahl der Unfälle mit E-Scootern stieg ebenfalls deutlich an.

Steigende Unfallzahlen und Forderungen nach strengeren Regeln

Angesichts dieser Entwicklung mehren sich die Stimmen, die strengere Regeln für die Nutzung von E-Scootern fordern. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) plädiert für die Einführung einer Fahrerlaubnis. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass dringend gehandelt werden muss“, sagte ein DVR-Sprecher der Zeitung. „Eine Fahrerlaubnis könnte dazu beitragen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.“

Auch der ADAC unterstützt die Forderung nach einer Fahrerlaubnis. „E-Scooter sind kein Spielzeug, sondern Fahrzeuge, die im Straßenverkehr eine gewisse Gefahr darstellen“, so ein ADAC-Experte. „Eine Fahrerlaubnis würde sicherstellen, dass die Nutzer die Verkehrsregeln kennen und anwenden können.“

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Hintergrund: Aktuelle Regelungen und Kritik

Derzeit dürfen E-Scooter in Deutschland ohne Führerschein gefahren werden, sofern der Fahrer mindestens 14 Jahre alt ist. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 20 km/h begrenzt. Kritiker bemängeln jedoch, dass viele Fahrer die Regeln ignorieren, etwa durch Fahren auf Gehwegen oder unter Alkoholeinfluss.

Die Polizei in mehreren Bundesländern hat bereits angekündigt, die Kontrollen zu verschärfen. In Berlin etwa wurden im vergangenen Jahr über 5.000 Verstöße von E-Scooter-Fahrern registriert, ein Anstieg um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Reaktionen aus der Politik

Die Forderung nach einer Fahrerlaubnis stößt in der Politik auf geteiltes Echo. Während sich die FDP skeptisch zeigt und auf Eigenverantwortung setzt, unterstützen SPD und Grüne die Idee. „Wir müssen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Blick haben“, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. „Eine Fahrerlaubnis für E-Scooter ist eine Option, die wir prüfen werden.“

Die Diskussion um strengere Regeln für E-Scooter wird auch auf europäischer Ebene geführt. Die EU-Kommission erwägt eine einheitliche Regelung für alle Mitgliedstaaten, um die Sicherheit zu erhöhen.

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