Frankfurt/Main – Drogenfahnder sehen ihn als große Nummer im internationalen Rauschgifthandel, doch sie können ihn einfach nicht fassen. Deshalb setzen die Ermittler bei der Jagd auf den Kokainschmuggler „Ihsan Usun“ jetzt auf die Zuschauer von „Aktenzeichen XY... Ungelöst“.
Wer ist der gesuchte Mann?
Wer der Gesuchte wirklich ist, können Polizei und Zollfahndung nicht mit letzter Sicherheit sagen. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt erklärt: „Ob dies sein richtiger Name ist, ist allerdings unklar.“ Auch das Alter des Mannes ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass er türkischer Staatsbürger ist.
Auf einer Überwachungsaufnahme ist zu sehen, wie sich der Mann mit graumeliertem Haar misstrauisch umschaut. Die Beamten sind sich sicher, dass er der Hauptverantwortliche für den Schmuggel von 520 Kilogramm Kokain ist. Der geschätzte Straßenverkaufswert der Drogen liegt bei rund 40 Millionen Euro.
Kokain unter Bananen versteckt
Die Drogen wurden am 4. Januar 2024 im Hamburger Hafen entdeckt. Sie waren unter einer Lieferung Bananen aus Ecuador versteckt. Die Lieferung war an eine Firma in Frankfurt adressiert, weshalb die Ermittlungen von dort aus geführt wurden.
Bereits fünf Dealer verurteilt
Fünf Dealer wurden inzwischen zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Doch „Ihsan Usun“ ist immer noch auf der Flucht. Der Polizeisprecher berichtet: „Es wird davon ausgegangen, dass er sich derzeit in der Bundesrepublik Deutschland, Belgien oder in Frankreich aufhält.“
Fahndung bei „Aktenzeichen XY... Ungelöst“
Am 4. Juni zeigt „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ (ZDF, 20.15 Uhr) Aufnahmen des freundlich wirkenden, älteren Herren. Hinweise auf die Identität oder den Aufenthaltsort von „Ihsan Usun“ nimmt das Zollfahndungsamt Frankfurt unter 069-50 77 53 32 entgegen.
Die Polizei hofft, durch die Sendung neue Erkenntnisse zu gewinnen und den mutmaßlichen Drogenboss doch noch zur Strecke zu bringen. Die Zuschauer sind aufgerufen, bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Behörden zu informieren.



